Lehrer Archive

Ernst Sagemüller

Dr. phil. Ernst Sagemüller studierte ‚Kulturgeschichte der Weltreligionen‘, Kunstgeschichte und Kulturmanagement. Er lebte, lehrte und arbeitete in Entwicklungshilfe-Projekten, davon über 30 Jahre in Asien, besonders in Nepal, Tibet, Vietnam und Myanmar (Burma). In dieser Zeit kam er mit Buddhas Lehre in Berührung und ist seitdem ‚auf dem Weg‘. Er erhielt zahlreiche Einweihungen von bedeutenden Meistern/rinnen. Seit etwa 30 Jahren widmet sich Dr. Sagemüller auch dem Studium der Mudra Weisheiten und praktiziert diese nicht nur täglich, sondern gibt seine Er-kenntnisse und Erfahrungen auch in zahlreichen Kursen weiter. Seit 2013 ist er dem Drikung Zentrum in Aachen freundschaftlich verbunden.

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Dr. Karl Brunnhölzl

Karl Brunnhölzl

Dr. Karl Brunnhölzl arbeitete 20 Jahre als praktischer Arzt und ist seit 1983 Buddhist. Von 1988–1998 erhielt er seine Ausbildung in buddhistischer Philosophie und Meditation wie auch tibetischer Sprache hauptsächlich am Marpa Institute For Translators in Kathmandu, Nepal (Direktor: Khenpo Tsültrim Gyamtso Rinpoche). Außerdem studierte er Tibetologie, Buddhologie und Sanskrit an der Universität Hamburg (1988–1990 und 2001–2005). Seit 1989 wirkt Karl als Übersetzer und buddhistischer Lehrer in Europa, Indien, und Nepal. Seit 1999 arbeitet er als einer der Hauptübersetzer und Lehrer am Nitartha Institute (Direktor: Dzogchen Pönlop Rinpoche) in den USA, Kanada und Deutschland. Von 2000–2007 lehrte er auch regelmäßig am Vidyadhara Institute in Gampo Abbey (Kanada).

2005 wurde Karl von Dzogchen Pönlop Rinpoche als einer von fünf westlichen Lehrern der Nalandabodhi Sangha ernannt und erhielt den Titel “Mitra” (“spiritueller Freund”). 2006 zog er nach Seattle und arbeitet dort als Tibetisch-Übersetzer für die Tsadra Foundation (New York). Er lehrt auch Wochenendseminare und Nitartha Institute-Kurse in Nalandabodhi-Zentren in den USA, Kanada, Mexiko, und anderswo. 2009 erhielt er von Dzogchen Pönlop Rinpoche als erster westlicher Mensch den traditionellen tibetischen Gelehrtentitel eines Khenpo in den Kagyü und Nyingma Schulen des tibetischen Buddhismus.

Karl ist der (Co-)Autor und Übersetzer von etwa fünfzehn Büchern auf Englisch und Deutsch über Buddhismus, wie etwa Mein Weg zum Buddhismus (Barth Verlag), Buddhas Legenden (Otter Verlag), The Center of the Sunlit Sky, Straight from the Heart, Luminous Heart, Mining for Wisdom Within Delusion, und The Heart Attack Sutra (alle Snow Lion Publications).

Karl ist zu Hause in allen Aspekten des Buddhismus, aber sein Hauptinteresse liegt in Mahamudra, Yogacara, den Lehren über die Buddha-Natur, und Prajnaparamita. Insbesondere widmet er sich den Werken der Karmapas und anderer herausragender Kagyü Meister, um deren zeitlose und authentische Lehren zahlreichen modernen Zuhörerschaften durch Studium und Praxis nahe zu bringen.

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Rigyal Rinpoche

thb_rigyalRigyal Rinpoche ist die siebte Reinkarnation des Drikung Kagyü Linienmeisters Rinchen Gyaltsen. Dieser war einer der 37 direkten Schüler von Kyobpa Jigten Sumgön, der die Drikung Kagyü Linie gegründet hat. Die vorherige Inkarnation von Rigyal Rinpoche war in Zentraltibet geboren. Sie studierte buddhistische Philosphie und erhielt den Titel eines Khenpo vom Nyima Chagra Institut. Dadurch wurde er Khantul Rinpoche (der Tulku, der den Abschluss als Khenpo hat) und sollte als Chöje nach Ladakh geschickt werden, aber aufgrund der kommunistischen Invasion in Tibet wurde er von 1960 bis 1982 inhaftiert. Zur Zeit der Invasion musste sein Lehrer Khenpo Togdol Rinpoche aus Ladakh Tibet verlassen, jedoch schaffte er es noch vor seiner Flucht, Khantul Rinpoche ein letztes Mal zu sehen. Dabei versprach ihm Khantul Rinpoche, dass er nach Ladakh kommen würde.

Bis 1982 erwartete Khenpo Togdol Rinpoche, dass Khantul Rinpoche aus dem Gefängnis freigelassen und ins indische Ladakh fliehen würde. Unglücklicherweise verlor Khantul Rinpoche während der Zwangsarbeit im Gefängnis seinen rechten Arm und er verhungerte. Khenpo Togdol war sich sicher, dass Khantul Rinpoche in Ladakh wiedergeboren würde, wie er es ihm bei ihrer Trennung versprochen hatte.

1984 wurde Rigyal Rinpoche als Sohn von Tsering Wangchuk und Norzin Wangmo Tsangspa geboren. Er war anders als die übrigen Kinder. Er sprach von Klöstern und Mönchen, Invasion und der Zerstörung von Klöstern und hatte mehr Verlangen nach Ritualgegenständen als gewöhnlichen Spielzeugen. Diese Verhaltensweisen veranlassten die Eltern, sachkundige Hilfe von vielen hohen Lamas der Drukpa Kagyu, Sakya und Gelugpa Traditionen zu suchen. Zuletzt wurde er von S.H. Drikung Kyabgön Chetsang mit der Unterstützung von Khenpo Togdol Rinpoche als Inkarnation des Rigyal Rinpoche anerkannt.

Im Alter von fünf Jahren nahm ihn Seine Heiligkeit zur Ausbildung in das Drikung Kagyü Institut nach Dehra Dun mit. Er studierte elf Jahre grundlegende und höhere Philosophie und begann 2001 ein traditionelles Drei-Jahres-Retreat in Almora. Nach Abschluss des Retreats studierte er für ein Jahr die Madyamika Philosophie im Dzongsar Institut. 2007 ging Rinpoche zweimal nach Lapchi, wo er in Höhlen des großen Yogis Milarepa für ein Jahr Mahamudra praktizierte. Ab 2009 begann Rinpoche, in Ladakh und in Südostasien Unterweisungen zu geben. Derzeit leitet er das Projekt des Drikung Kagyü Nonnenklosters im Dorf Takmachik in Ladakh. Zudem kümmerte er sich um die Hannu Bayma Sport Vereinigung, deren Ziel es ist, sich gegen Drogen und Alkoholismus unter jungen Aryans einzusetzen. Rinpoche ist das Oberhaupt des Klosters Shang und wurde von S.H. Drikung Kyabgön Chetsang vor kurzem als Oberhaupt des Kloster Phiyang eingesetzt.

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Rangdol Nyima Rinpoche

Bakula Rangdol Nyima Rinpoche wurde 1978 im Dorf Achinathang in Ladakh geboren. Im Alter von drei Jahren wurde er von S.H. Drikung Kyabgön Chetsang als die vierte Inkarnation des Bakula Rangdol Nyima Rinpoche anerkannt und im Kloster Lamayuru inthronisiert. Seine Heiligkeit bestimmte Rinpoches Onkel, Drubpön Sönam Kunga, als dessen Tutor, der ihm in den folgenden sieben Jahren alle Rituale und grundlegende philosophische Schriften vermittelte.
Auf Wunsch Seiner Heiligkeit setzte Rangdol Nyima Rinpoche seine Studien für weitere sieben Jahre am Drikung Kagyu Institute in Dehradun fort, gefolgt von Studien in Sanskrit, Hindi und höherer tibetischer Grammatik am Central Institute for Higher Tibetan Studies in Varanasi.

Nach erfolgreichem Abschluss dieser Studien kehrte er nach Dehradun zurück, wo er unter anderem die vollständigen Übertragungen und Einweihungen aller Dharma-Schützer der Drikung Kagyü Tradition erhielt.
Zurück in Ladakh studierte er die traditionelle tibetische Heilkunde mit Amchi Tsewang aus Kanji. Der Schwerpunkt seiner Arbeit waren aber die traditionellen Maskentänze, die Liturgie, Musik und Kunst, wie sie seit vielen Generationen in den Klöstern Ladakhs praktiziert und weitergegeben werden. Ferner beschäftigte Rinpoche sich intensiv mit der ladakhischen Sprache und Grammatik. Die Ergebnisse dieser Tätigkeit fasste er in einem Buch zusammen. Im Jahr 2010 veröffentlichte Rinpoche darüber hinaus die gesammelten Worte des Buddha, das Dhammapada, in drei Sprachen – tibetisch, ladakhisch und englisch.
In den letzten Jahren steht er als wichtiger spiritueller Lehrer der Bevölkerung in Ladakh zur Verfügung, leitet verschiedene Gebetszeremonien und gibt Unterweisungen und Übertragungen. Rangdol Nyima Rinpoche hat bereits in jungen Jahren ein umfangreiches Wissen auf den Gebieten Philosophie, Kunst, Rituale, Sprache und Medizin erworben. Er besucht zum ersten Mal unser Zentrum in Aachen und wird neben einem Vortrag Übertragungen und Unterweisungen zur Meditation von Buddha Amitabha geben.

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Khenpo Sherab Öser

Khenpo Sherab Öser Rinpoche wurde 1964 in der Nähe des Klosters Drong Ngur in Rusar (an der Grenze von Zentral- und Osttibet) geboren. Sein Vater hieß Tritub und seine Mutter Luyang. 1985 erhielt er die Zuflucht in einer Zeremonie (in der etwas Haar abgeschnitten wird) in Gegenwart von Thubten Shedrub, einer Emanation des Unvergleichlichen aus Dhagpo (Gampopa). Nachdem er in Drong Ngur in das Tor zum Dharma eingetreten war, war er bemüht, sich in den verschiedenen rituellen Übungen seiner eigenen Tradition auszubilden und führte die 400.000 Ansammlungen der vorbereitenden Übungen unter Khenpo Karma Tengye Rinpoche aus.

1987 erhielt er die Gelübde der vollen Mönchsordination von Drubwang Pachung Rinpoche. Im Jahr 1992 kam er nach Nordindien. Im Kloster jangchub Ling studierte er unablässig die buddhistischen Hauptschriften mit Khenpo Könchog Gyaltsen Rinpoche, Khenpo Togdröl Rinpoche and Khenpo Künmön Rinpoche. In den nachfolgenden Jahren bemühte er sich in Nepal nach besten Kräften zu Füßen von Kyabje Trangu Rinpoche, Khenchen Pentse, Khenpo Tshödsö, Khenpo Jadrel, Khenpo Chöga und Khenpo Padma Gyaltsen die verschiedenen Bereiche des Sutra und Tantra zu hören und zu kontemplieren. In Ka-Nying Shedrub Ling (in Boudhanath, Nepal) wo er als Lehrer am Rangjung Yeshe Cheto, einem College für Ausländer, tätig war, erhielt er später den Titel Acharya.

Im Jahr 2000 erhielt Khenpo Sherab von vielen großen Lamas, Tulkus und Khenpos der Drikung Kagyü Linie – angeführt von Drikung Kyabgön Rinpoche, Kyabje Garchen Rinpoche and Chöje Togdän Rinpoche – die ausführlichen Schriften über Mahamudra (der indischen Mahasiddhas), die gesammelten Werke des Erhabenen Gampopa, die gesammelten Werke des Erhabenen Phagmodrupa, die Äußeren und Inneren Gesammelten Werke, die Tiefgründigen Lehren des Erhabenen Kyobpa Rinpoche (Jigten Sumgön) sowie die gesammelten Werke des Erhabenen Chökyi Dragpa. Ferner erhielt er die verschiedenen gesammelten Schriften der goldenen Mala der fortlaufenden Linie (Meister) und – so wie eine Vase, die bis zum Rand gefüllt wird – erhielt er Ermächtigungen, Übertragungen und Erläuterungen sowie mündliche Anweisungen. Auf diese Weise wurde er zum Khenpo des Drikung Kagyü Schriften-College.

Übersetzung: Heinz-Werner Goertz, 2004
Aus Rundbrief 1/2005

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Khenpo Könchog Tamphel

Khenpo Könchog Tamphel wurde 1975 in Ladakh geboren. Im Alter von neun Jahren wurde er Novize im Kloster Lamayuru, wo er mehrere Jahre eine grundlegende Dharma-Ausbildung erhielt. Dort studierte und praktizierte er auch einige der Drikung Kagyü Rituale. 1987 kam er für fortgeschrittene buddhistische Studien ans Drikung Kagyü Institut in Dehra Dun, Indien. Dort studierte er neun Jahre lang die zwölf Hauptkommentare der Meister von Nalanda und die Drikung Kagyü Abhandlungen wie den Gong Chig, ‘Das Herz der Mahayana-Sutras’ usw. unter der geschickten Leitung von Khenpo Togdol Rinpoche, Khenpo Könchog Mönlam, Khenpo Könchog Tashi and Khenchen Könchog Gyaltsen Rinpoche. Nachdem er 1996 seine Studien abgeschlossen hatte, bereiste er als Übersetzter von S.H. Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche Europa und Südostasien. Er lehrte auch in Drikung Kagyü Zentren in Malaysia, Singapur, Nordamerika, Estland und Lettland.

In der Zwischenzeit nahm er an einem einjährigen Übersetzungskurs Englisch-Tibetisch in Dharamsala teil und studierte anschließend ein Jahr lang Werke von Maitreya am Dzongsar Institut. Derzeit ist er der residierende Khenpo in der Songtsen Library in Dehra Dun. Neben seinen Unterweisungen in der Library hat er einige seltene Drikung Kagyü Texte ins Englische übersetzt.

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Khenchen Nyima Gyaltsen

Khenchen Nyima Gyaltsen wurde 1976 in Tibet geboren und trat mit zwölf Jahren in das Kloster Lho Lungkar ein. Im Alter von 18 Jahren kam er nach Indien und studierte zwei Jahre im Drikung-Kloster Jangchubling in Dehra Dun. Anschließend setzte er sein Studium der buddhistischen Philosophie am Dzongsar College für sieben Jahre fort. 2002 kehrte er nach Jangchubling zurück und wurde zwei Jahre später, während der Unterweisungen zum Schlangenjahr, in Lumbini zum Khenpo des Kagyu College ernannt. Seitdem unterrichtet er mit unermüdlichem Einsatz die Studenten des College. Zudem ist er für die Zusammenstellung der Gongchik-Texte verantwortlich und hat westliche Übersetzer auf einfache und direkte Weise betreut. Khenchen Nyima Gyaltsen wurde als zweite Person in die Position des Khenpo des Hauptsitzes der Drikung Kagyü Linie im Exil eingesetzt.

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Lama Konchog Samten

Konchog Samten wurde 1981 in einer Bauernfamilie in Tingmosgang, der zweiten Hauptstadt des früheren Himalaya-Königreichs Ladakh, geboren. Im Alter von sieben Jahren wurde er in dem historischen Drikung-Kloster Lamayuru Mönch, wo er unter der Führung seines persönlichen Lehrers Lama Tharpa die grundlegenden Rituale und Gesänge der Drikung Kagyü Tradition lernte. 1993 wechselte er zum Drikung Kagyü Institut in Dehra Dun und begann dort buddhistische Philosophie und wichtige Unterweisungen der Drikung Kagyü Linie zu studieren. Von S.H., dem Drikung Kyabgön Chetsang, S.E. Garchen Rinpoche und anderen großen Meistern der Drikung-Linie erhielt er während der Unterweisungen im Schlangenjahr in Dehra Dun die vollständigen Einweihungen und Übertragungen der Tradition. Während des Baus der Songtsen Library gehörte er zu den ersten Mitarbeiter und blieb dort zwei Jahre.
Seit 2002 gibt Lama Samten Erklärungen und leitet Meditationen im Drikung-Zentrum Dharmakirti in Heuchelheim bei Gießen. Zusammen mit Ani Tsecho (Sabine Tsering) kümmert er sich um das Zentrum und das Wohlergehen der Sangha-Mitglieder. Seit 2005 übersetzt er immer wieder auch für Rinpoches und Lamas, die nach Europa kommen.
Für die Konstruktion und Restauration des Klosters Tserkarmo in seinem Heimatdorf hat er 2007 große Verantwortung übernommen und nach vier Jahren konnte das Projekt mit einer großen Zeremonie durch seinen hochverehrten Guru, den Drikung Kyabgön Chetsang, eingeweiht werden. Auch weiterhin ist Lama Samten für verschiedene soziale und religiöse Projekte in Ladakh aktiv, um das reiche kulturelle und religiöse Erbe Ladakhs zu bewahren und zu fördern. Es ist sein tiefes und ehrliches Bestreben mit all seinen Möglichkeiten für andere von Nutzen zu sein.

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Khenpo Tashi Nyima

Khenpo Tashi Nyima wurde 1980 in der Region Nangchen in Osttibet geboren. Mit sieben Jahren trat er in das Drikung-Kagyü-Kloster Pälme Shedrubling ein und erlernte dort das Rezitieren von Texten, Gesang, Spielen von Instrumenten, Aufführen ritueller Tänze, Darbringen von Tormas usw. Im Anschluss daran führte er ein Drei-Jahres-Retreat durch.

{mosimage} Danach ging er im Alter von achtzehn Jahren nach Indien und absolvierte dem Wunsch von Seiner Heiligkeit Drikung Kyabgön Chetsang gemäß ein Studium an der renommierten Dzongsar Shedra in Bir. Im Wesentlichen studierte er die “Fünf großen Werke” Madhyamaka, Pramana, Abhidharma, Vinaya und Paramita sowie die “Achtzehn berühmten Schriften” (Pratimoksha-Sutra, Vinaya-Sutra, Abhisamayalamkara usw.). Nebenher beschäftigte er sich mit Schreibkunst, tibetischer Grammatik sowie den Fremdsprachen Chinesisch und Englisch. Bei Debatten und Prüfungen belegte er stets den ersten Platz.

Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums lehrte Khenpo Tashi Nyima wie von Seiner Heiligkeit Drikung Kyabgön Chetsang gewünscht, Mönchen des Drikung-Kagyü-Klosters Jangchubling in Dehra Dun zunächst für ein Jahr Shantidevas Bohicaryavatara. Daraufhin wechselte er an das Drikung-Kagyü-Nonnenkloster Samtenling. Hier lehrt er seit 2009 große klassische Werke wie Nagarjunas Madhyamakakarika, Chandrakirtis Madhyamakavatara, Vasubandhus Abhidharmakosha, Dharmakirtis Pramanavartika usw. sowie weitere Schriften zu Grammatik, Lehrmeinungen und dergleichen.

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Rabsang Rinpoche

Rabsang Rinpoche ist eine Reinkarnation des Drubwang Rabsang Rinpoche, der im Alter von 70 Jahren starb und dessen Körper dann stark schrumpfte. Nachdem der Körper schließlich in die Berge gebracht wurde, blieben nur noch die Haare und die Fuß- und Fingernägel übrig, was ein deutliches Zeichen dafür ist, dass er den Regenbogenkörper erlangt hatte.

{mosimage} Die jetzige Reinkarnation, Rabsang Rinpoche, Konchog Tsultrim Rabsel, wurde 1973 im Wasser-Ochsen-Jahr in einem Dorf in Tashi Jung in der Nähe des Drikung-Thil-Kloster geboren. Sein Vater Konchog Thinley und seine Mutter Laisang sahen zur Zeit der Geburt verschiedene glückverheißende Zeichen. Schon als kleiner Junge war Rabsang Rinpoche besonders mitfühlend zu allen Tieren und hatte große Hingabe zum Dharma. Immer wieder bat er seine Eltern darum, die Klöster zu besuchen. Schließlich brachten ihn seine Eltern zu dem großen Drubwang Pachung Rinpoche, der ihnen sagte, dass dieses Kind sehr verdienstvolle und tugendhafte Verbindungen hat und dass sich seine Weisheit manifestieren wird, wenn er ordiniert ist. Daraufhin erhielt Rabsang Rinpoche im Drikung-Thil-Kloster die Mönchsordination von Pachung Rinpoche und erhielt den Namen Konchok Tsultrim. Er studierte verstärkt verschiedene Lehren und Rituale und besuchte später S.H., den 14. Dalai Lama, sowie die beiden Heiligkeiten der Drikung-Kagyü-Linie. Am Drikung Kagyü Institut und am Thrangu-Institut studierte er weitere Sutras und Tantras.

Während des Drikung-Gebets-Festes im Schlangen-Jahr 1999 wurde Rabsang Rinpoche von S.H., dem Drikung Kyabgön Chetsang als Wiedergeburt von Drubwang Rabsang Rinpoche erkannt und inthronisiert. Seither erhielt er zahlreiche Unterweisungen, Übertragungen und Einweihungen von S.H., den Drigung Kyabgön Rinpoches, S.E. Drubwang Konchok Norbu Rinpoche, S.E. Thrangu Rinpoche, S.E. Nubpa Rinpoche, S.E. Khenchen Konchok Gyaltsen Rinpoche und vielen anderen großen Meistern. Zur Zeit lebt er entsprechend der Anweisungen von S.H., dem Drigung Kyabgön Chetsang, S.E. Drubwang Konchok Norbu Rinpoche und S.E. Nubpa Rinpoche im Kloster Rinchen Ling in Nepal und schloss den Aufbau des Klosters ab.

Er besucht regelmäßig andere Länder insbesondere Singapur und Malaysia, wo er die 100-Millionen-Mani-Retreats leitet, die durch S.E. Drubwang Konchog Norbu Rinpoche gesegnet sind, und gibt dort Dharma-Unterweisungen. Rinpoche hat bereits mehr als 20 Mal in Nepal und anderen Ländern Retreats zu 100-Millionen-Mani-Rezitationen geleitet oder daran teilgenommen.

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Khenpo Konchok Choskyab

Khenpo Konchok Choskyab wurde 1977 im Dorf Umla, Ladakh in einer Bauernfamilie geboren. Im Alter von elf Jahren nahm er im Kloster Phyang die Novizengelübde. Gemeinsam mit Khenpo Rangdol und Khenpo Tamphel gehörte er zur ersten Gruppe von Mönchen, die 1987 das Studium der buddhistischen Philosophie am neu gegründeten Drikung Kagyu Institute in Dehra Dun begannen. Mit Unterstützung Seiner Heiligkeit, des Drikung Kyabgön Chetsang, konnte er nach neun Jahren am Drikung Kagyu Institute seine Studien für weitere drei Jahre am Sakya Dzongsar Institute fortsetzen.
Anschließend unterrichtete er am Drikung Kagyu Institute die Mönche des Klosters Jangchubling und die Nonnen des Klosters Samtenling. Mit S.E. Nubpa Rinpoche überarbeitete er die gesammelten Werke des großen Meisters Dharmakirti (Kunkhyen Rigzin Chödrak, 1595-1659) sowie mit S.H. Drikung Kyabgön Chetsang die Schriften des vollendeten Kyobpa Jigten Sumgön (1143-1217), der die Drikung Kagyü Linie gründete.
{mosimage} Während der Unterweisungen zum Schlangenjahr erhielt er in den Wintermonaten 2000/2001 die vollständigen Übertragungen der Drikung Kagyü Tradition und bei einem zweimonatigen Aufenthalt in Bhutan Unterweisungen und Übertragungen zu Chakrasamvara (Khorlo Demchog) von S.H. Je Khenpo Rinpoche. Im Anschluss studierte er am Drepung Loseling Kloster in Südindien für weitere neun Jahre buddhistische Logik, die Prajnaparamita Sutras und die Lehren der Madyamaka-Philosophie bei Je Rinpoche.
Durch seine intensiven Bemühungen konnte Khenpo Konchok Choskyab nicht nur das Studium der Lehren der Drikung Kagyü, sondern auch der Sakya und Gelug Tradition vollenden und erhielt 2009 den Titel eines Khenpo von Seiner Heiligkeit, dem Drikung Kyabgön Chetsang. Seitdem ist er einer der verantwortlichen Khenpos am Kagyu College.

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S.E. Dhagpo Chenga

dagpo-chengaS.E. Dhagpo Chenga Rinpoche, Rase Konchok Gyatso, wurde 1968 in der Nähe des Klosters Drikung Thil in Tibet geboren. Drubwang Pachung Rinpoche riet ihm 1981 Mönch zu werden und gab ihm wichtige Belehrungen. Seinem Rat folgend praktizierte er die Vier Dharmas von Gampopa und die Sechs Yogas von Naropa.

Er wurde als der 8. Dhagpo Chenga (die Aktivitäten-Emanation von Gampopa) erkannt. Rinpoche studierte an der buddhistischen Hochschule von Drikung, am Tibet College in Lhasa sowie an der Hochschule für Medizin und Astrologie sowohl die Zehn Aspekte des Wissens der klassischen buddhistischen Ausbildung als auch Geschichte, Natur- und Sozialwissenschaften.

Schon als Student begann er, Artikel und Bücher zu Themen der tibetischen Geschichte und des Buddhismus zu schreiben. Von besonderer Bedeutung ist auch sein Buch über die Geschichte von Drikung, mit der allgemeinen Geschichte der Drikung Kagyü Tradition und insbesondere den Biographien der Linienhalter sowie ein Werk, das sich mit berühmten Frauen in der tibetischen Geschichte auseinandersetzt. Rinpoche verfasste darüber hinaus mehrere Bücher zu buddhistisch-philosophischen Themen. Gegenwärtig arbeitet er an Kommentaren zu etwa 30 Wurzeltexten großer Meister der buddhistischen Tradition.

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Frank Wege

frank-wegeFrank Wege befasst sich seit 1988 intensiv mit Atemtherapie. Er ist seit 1994 als Atemtherapeut nach Prof. Middendorf® selbstständig tätig. Sein Arbeitsgebiet umfasst Atemmassage, Atem- und Körpertherapie, Fußreflexzonenmassage. Er ist praktizierende Atemtherapeut in Aachen und bietet Einzelunterricht und Gruppenkurse an.

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Dr. Wolfgang Siepen

siepenDr. Wolfgang Siepen ist Religionswissenschaftler und beschäftigt sich neben der christlichen Religion seit vielen Jahren auch mit dem Buddhismus. Durch zahlreiche Reisen in östliche Länder und wissenschaftliche Arbeiten hat er einen detaillierten Einblick in die Lehre und Umsetzung des Buddhismus bekommen.

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Khenpo Könchok Tashi

Khenpo Könchok Tashi Rinpoche ist einer der höchsten Gelehrten und erfahrensten Praktizierenden von Mahamudra in der Drikung Kagyü Tradition. Durch tiefgründige Unterweisungen und Ermächtigungen von seinen Lehrern, u.a. S.H. Drikung Kyabgon Chetsang und der erleuchtete Meister Drubwang Rinpoche, erlangte er ein umfassendes Wissen. Von S.E. Drubwang Rinpoche erhielt er insbesondere während seines sechsjährigen Retreats umfangreiche Mahamudra- und Dzogchen-Unterweisungen.

S.E. Drubwang Rinpoche erkannte in Khenpo Rinpoche einen großen Praktizierenden und sagte einmal zu ihm: “Ich habe alle Anhaftung an Samsara durchtrennt. Nun ist es deine Aufgabe, die Lehren zum Wohl aller fühlenden Wesen weiterzugeben.” und gab ihm seine kleine Gebetsmühle. Auf diese Weise durch seinen geliebten Lehrer ermutigt, unterrichtete er zahlreiche Schüler aus allen Teilen unserer Welt, einschließlich mehrerer Khenpos und Retreat-Meister.

Sein umfassendes Wissen wird an Hand eines Kommentares zu den ’37 Bodhisattva-Übungen’ sowie weiterer Kommentare, die in Zukunft noch veröffentlicht werden, offensichtlich.

Khenpo Konchök Tashi Rinpoche wurde 1963 in Ladakh geboren und im Alter von 9 Jahren im Lamayuru Kloster ordiniert. Unter der Betreuung verschiedener Khenpos, wie Khenchen Thupten und Khenchen Kunga Wangchuk, absolvierte er seine Studien der buddhistischen Philosophie. Nachdem er den Titel eines Khenpo erhalten hatte, lehrte er für elf Jahre am Drikung Kagyü Institut in Dehradun und wurde zum Abt des Institutes ernannt. Während dieser Zeit erbat er weitere Anleitung und Lehren von S.E. Drubwang Rinpoche, zu dem er eine besondere karmische Beziehung hatte. In diesen Jahren erhielt er tiefgründige Herzanweisungen zu Mahamudra und Dzogchen sowie die Lehren des Gongchik, die Drubwang Rinpoche ihm besonders ausführlich, entsprechend der authentischen Lehren von Jigten Sumgon, übertrug.

1994, nachdem er Ermächtigung und Übertragung von S.H. Drikung Kyabgon Chetsang erhalten hatte, praktizierte er den Fünffachen Pfad von Mahamudra und die Yidam-Praxis.

2001 erhielt er von S.E. Drubwang Rinpoche Tilopas Mahamudra Unterweisungen an Naropa, Chagchen Gangama und die die Sechs Yogas des Naropa von Drubpon Tashi Rabtan, worauf er sich in ein striktes Dreijahres-Retreat in Tatopani, Nepal, begab. Während dieser Zeit wurde er ununterbrochen von S.E. Drubwang Rinpoche betreut, mit dem er durch die Hilfe eines Mönches in ständigem Kontakt war. Direkt im Anschluss begann er ein zweites Dreijahres-Retreat in Nyanyon, Lapchi, einem der Plätze des großen Yogi Milarepa.

Schließlich wurde er sowohl von S.E. Garchen Rinpoche, wie auch von S.E. Drubwang Rinpoche gebeten, nun die Lehren weiterzugeben um so allen Wesen von großem Nutzen zu sein.

Während der Zeit als Abt im Kloster Jangchub Ling, Dehradun, erhielt er von S.E. Drubwang Rinpoche persönlich dessen Dharmaroben, als Anerkennung seiner Verwirklichung als großer Praktizierender und als eine Geste, die Khenpo Tashi Rinpoche als dessen Hauptschüler anerkennt.

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Lama Kunsang Rinpoche

Lama Kunsang Rinpoche wurde 1976 in Ngari, Tibet, in der Nähe des heiligen Bergs Kailash geboren. Sein älterer Bruder ist ein inkarnierter Lama, der einem Kagyü-Kloster vorsteht.

Lama Kunsang war sechs Jahre lang Mönch im Kloster seines Bruders. Er lernte dort lesen, schreiben und tibetische Kultur. Im Jahre 1989 reiste er mit seinem Bruder nach Indien, wo er in Dharamsala eine Audienz mit seiner Heiligkeit dem Dalai Lama bekam.

Er bildete sich in der Kunst der Thangka- und Mandalamalerei. Anschließed trat er in das Drikung Kagyu Institut, ein großes Kloster in Dehra Dun (Nordindien), ein. In den folgenden sieben Jahren vervollständigte er seine Studien als Mönch in folgenden Bereichen: “Die Fünf Abhandlungen über Buddhististische Philosophie”, tibetische Poesie und Grammatik. Im Jahre 1997 erhielt er den Titel eines Shastri (Kachöpa oder Dharma-Lehrer). Er unterrichtete junge Mönche in tibetischer Grammatik und buddhistischer Philosophie.

Danach begab er sich in ein dreijähriges Retreat in Nepal, in dem er sich den “Sechs Yogas des Naropa” und dem “Fünfteiligen Pfad von Mahamudra” widmete. Er vollendete die Klausur mit der Auszeichnung “Meister des Retreats”. Anschließend wurde er in das Projekt “Science meets Dharma” eingebunden. Er verbrachte als Vertreter der Kagyü-Linien die Jahre 2001 bis 2005 im Tibet-Institut Rikon in der Schweiz. Hier wurde er in Naturwissenschaften und interkultureller Verständigung geschult.

2005 wurde das Drikung Kagyu Dorjie Ling Zentrum mit Lama Kunsang Rinpoche als leitendem Lama von S.E. Garchen Rinpoche mit dem Segen S.H. Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche eingeweiht. Das Zentrum ist bisher das einzige der Drikung Kagyü Linie in der Schweiz.

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Seine Heiligkeit Drikung Kyabgön Chetsang

Seine Heiligkeit Drikung Kyabgön Chetsang, der 37. Thronhalter der Drikung Kagyü Linie und die 7. Reinkarnation des Chetsang Rinpoche, ist eine Manifestation von Chenrezig (Avalokiteshvara). Drikung Kyabgön Chetsang, Konchog Tenzin Kunsang Thrinle Lhündrup, wurde 1946 in die aristokratische Familie Tsarong in Lhasa geboren. Viele wunderbare Zeichen und Visionen begleiteten seine Geburt.

Seine Reinkarnation wurde durch eine Vision des Drikung Regenten, Tritsab Gyabra Rinpoche und durch zahlreiche zusätzliche Divinationen, unter anderen von Taktra Rinpoche, dem Regenten Tibets, von S.H. dem 16. Karmapa und von S.H. Taklung Matrul zweifelsfrei bestätigt.

1950 erfolgte die formelle Inthronisierung als Drikung Kyabgön Chetsang in Drikung Thil, dem Hauptkloster des Drikung Kagyü Ordens. Seine klösterliche Ausbildung stand unter der Anleitung seiner spirituellen Lehrmeister und Mentoren (Yongzin) Tritsab Gyabra Rinpoche und Ayang Thubten Rinpoche. Der Lehrplan umfasste Lesen, Auswendiglernen, Astrologie und Grammatik. Er erhielt die grundlegenden Ermächtigungen, Übertragungen und Unterweisungen der Kagyü Tradition und der Drikung Kagyü Tradition im Speziellen.

chetsang2Im Alter von 11 Jahren erteilte er während des Drikung Phowa Chenmo im Affenjahr 1956 in Drongur eine Langlebensweinweihung – seine erste öffentliche Belehrung und Übertragung. Bald danach begann er seine philosophischen Studien an der buddhistischen Hochschule Nyima Changra von Drikung. Obwohl er vier Jahre jünger war, studierte er gemeinsam mit dem zweiten Drikung Linienhalter, Chungtsang Rinpoche.

Vor und nach dem tibetischen Volksaufstand von 1959 wurde mehrfach der Versuch unternommen, auch Chetsang und Chungtsang Rinpoche außer Landes in Sicherheit zu bringen. Diese Versuche scheiterten am Widerstand des Klosterverwalters. Rinpoches Familie hatte bereits 1956 das Land verlassen.

Tritsab Gyabra, der einige Jahre davor das Kloster verlassen hatte, nahm Rinpoche bei sich in Lhasa auf, wo es Chetsang Rinpoche gelang, in eine Grundschule zugelassen zu werden. In kürzester Zeit bewältigte er den Lehrstoff mehrerer Klassen. Anschließend wurde er in die Mittelschule aufgenommen. Dort studierte er mit Eifer viele Fächer, darunter Chinesisch, Naturwissenschaften, Geschichte und Biologie. Er wurde auch ein begeisterter Sportler, spielte mit Leidenschaft und großem Können am liebsten Fußball.

Während der Kulturrevolution kamen ab 1966 der Unterricht und das Geschäftsleben zum Erliegen. Während Lhasa im Chaos versank, entging Rinpoche mehrfach dem Tod nur mit knapper Not. 1969 wurde er einer Kommune in der Nähe von Lhasa zugewiesen, wo er die härtesten Arbeiten verrichten musste: Feldarbeit im Frühjahr und Sommer, Holzfällen auf hohen Bergen im Herbst, Gülle in Lhasa ausschaufeln im Winter. Da es für ihn keine Zukunftsperspektive mehr gab, entschloss er sich 1975 zur Flucht. Allein und ohne Hilfe gelangte er über hohe Pässe und Gletscher nach Nepal und schließlich nach Dharamsala in die Residenz des Dalai Lama. Anschließend begab er sich in die USA, wohin seinen Eltern mittlerweile ausgewandert waren. Dort lernte er Englisch, während er sich seinen Lebensunterhalt in der Küche eines McDonalds Restaurants verdiente.

Nach drei Jahren in den USA kehrte er 1978 nach Indien zurück, um als Thronhalter die Führung des Drikung Kagyü Ordens zu übernehmen. Im Kloster Lamayuru in Ladakh unterzog er sich der traditionellen Drei-Jahres-Klausur. Er studierte mit zahlreichen bedeutenden Lamas und Rinpoches verschiedener Schulen und erhielt von ihnen viele Ermächtigungen und Unterweisungen. Als einen seiner wichtigsten Lehrer betrachtet er Dilgo Khyentse Rinpoche. Buddhistische Philosophie studierte er unter Khenpo Noryang im Drukpa Kagyü Kloster Sangnag Chöling in Bhutan.

Im Jahre 1985 legte Drikung Kyabgön in Bodhgaya vor Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama die Gelübde eines voll ordinierten Mönchs ab. Seit 1987 begann Chetsang Rinpoche in vielen Ländern der Welt Unterweisungen zu geben. Im indischen Dehra Dun etablierte er das Drikung Kagyu Institute, ein Kloster (Jangchubling) und Ausbildungszentrum, sowie ein Klausurzentrum und das Nonnenkloster Samtenling.

Im Jahre 2003 eröffnete Chetsang Rinpoche in der Nähe seines Klosters eine prachtvolle Bibliothek, als ein Studienzentrum für Tibet und die Himalaja-Region: die Songtsen Bibliothek. Durch die Arbeit der Songtsen Bibliothek verfolgt Rinpoche seine Vision von der umfassenden Erhaltung der tibetischen Kultur und Religion. Im Jahr 2005 errichtete er neben der Bibliothek eine große Hochschule für buddhistische Studien (Shedra), das Kagyu College.

Diese Kurzbiographie wurde von Dr. Elmar R. Gruber zusammengestellt, der auch die Biographie von
S.H. Drikung Kyabgön Chetsang in dem Buch “Aus dem Herzen Tibets” verfasst hat.

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Petra Niehaus

petra-niehausPetra Niehaus studierte Pädagogik in Aachen. Seit 1983 im Buddhismus. 1990 Beginn des Tara-Rokpa-Prozesses, für den sie heute die Geschäftsstelle betreut. Als Tara-Rokpa-Therapeutin bietet sie u.a. Gruppen zur “Heilenden Entspannung” und Einführungskurse an. Sie ist Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie ist Mutter eines erwachsenen Sohnes und von Beruf Astrologin.

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Christian Licht

christian-lichtChristian Licht hat Studien der Elektrotechnik und Umweltwissenschaften abgeschlossen. 1992 kam er in näheren Kontakt mit der buddhistischen Lehre und Praxis und erhielt Einweihungen und Unterweisungen von buddhistischen Meistern. Er lebte sechs Jahre als buddhistischer Mönch und ist langjähriger Mitarbeiter des buddhistischen Zentrums in Aachen. Er bearbeitet Veröffentlichungen von Schriften, Meditationstexten und CDs und leitet Kurse.

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Tändsin T. Karuna (Elke Tobias)

elke-tobiasTändsin T. Karuna (Elke Tobias) ist Leiterin des buddhistischen Zentrums in Aachen. Sie erhielt Übertragungen, Belehrungen und Meditationsanweisungen von Lehrern verschiedener Traditionen und wurde als buddhistische Nonne (Bhikshuni) ordiniert. Sie schloss ein siebenjähriges Studium der buddhistischen Philosophie ab und war fünf Jahre Ratsmitglied der Deutschen Buddhistischen Union (DBU). Sie leitet Seminare und erstellt Unterlagen zum Buddhismus und zu Meditationen.

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Surpa Rinpoche

Surpa Rinpoche (Könchog Tändsin Samten Puntsog Pal Sangpo) ist der siebte in einer Abfolge von Reinkarnationen. Er wurde als Wiedergeburt von Aryadeva, von Nagchung Yultag des Gesar Ling Epos und von Rechungpa erkannt.

Surpa Rinpotsche 1984 wurde er in Drikung geboren. In der Zeit seiner Empfängnis fand sein Vater in einem Traum einen Vajra aus Gold, der Licht in alle Richtungen ausstrahlte. Seine Mutter sah in einem Traum einen schönen kleinen Jungen in der Aura der Sonne, der zu ihr herunterkam und sich schließlich in ihren Körper auflöste. Im Alter von drei Monaten rezitierte der Junge das Avalokiteshvara-Mantra. 1987, als der Junge drei Jahre alt war, erkannten ihn S.H. Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche und S.H. Chungtsang Rinpoche als Reinkarnation von Surpa Chime Ösel Tenpe Nima des Klosters Nyisong Tekchen Ling. Demgemäß führte S.E. Garchen Rinpoche Reinigungsrituale aus und gab ihm den Namen Könchog Tändsin Samten Püntsog Pal Sangpo. 1991 wurde Surpa Rinpoche im Alter von sieben Jahren in Nyisong Tekchen Ling inthronisiert.

Er erhielt Ermächtigungen und Übertragungen von S.H. Chetsang Rinpoche, S.E. Garchen Rinpoche und anderen Meistern. S.E. Garchen Rinpoche gab Surpa Rinpoche als ein Zeichen der formalen Übertragung der Linie einen Kristall und eine Mala mit den Worten: “Du bist mein Herzenssohn.”

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Lama Tsering Rinpoche

Lama Tsering wurde im Alter von acht Jahren als Mönch ordiniert und zwei Jahre später erhielt er die Novizen-Ordination. Er studierte im Hauptkloster der Drikung-Kagyü-Tradition in Dehra Dun, Indien. Nachdem er die vorbereitenden Übungen der Drikung Yangzab und der Longchen Nyingthig Überlieferung abgeschlossen hatte, erhielt er Phowa und Dzogchen-Tregchöd Belehrungen.

Darüber hinaus praktizierte er in einem traditionellen Drei-Jahres-Retreat den fünfteiligen Mahamudra-Pfad und die sechs Yogas des Naropa. Danach wurde ihm von S.H. Chetsang Rinpoche und S.E. Garchen der Titel eines Drubpön (Retreat-Meister) verliehen.

Seit 2002 ist er auf Wunsch von S.E. Garchen Rinpoche in Deutschland und leitet nun die regelmäßigen Pujas im Garchen Dharma Institut in München, gibt Einweihungen und Belehrungen und betreut die Praktizierenden im Retreat.

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Khenpo Rangdrol

KhenpoRangdol1975 wurde Khenpo Rangdrol in Tingmosgang, einem kleinen Dorf in Ladakh, Indien, geboren. Schon in jungen Jahren hatte er den Wunsch, Mönch zu werden und in ein Kloster zu gehen. Er mußte jedoch seinen Vater mehrmals um Erlaubnis bitten, bevor dieser ihm erlaubte, Mönch zu werden. 1983 wurde er dann schließlich im Kloster Lamayuru ordiniert und es begann die klösterlichen Ausbildung. Mit 12 Jahren wechselte er zum Drikung Kagyü Institut, das von S.H. Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche einige Monate vorher gegründet worden war. Da das Institut noch im Aufbau war, gehörten neben der philosophischen Ausbildung auch handwerkliche Tätigkeiten zum täglichen Ablauf.

Seine Ausbildung erhielt er von großen Gelehrten der Drikung-Kagyü-Linie. So wurde er von Khenpo Togdrol in der Madhyamika-Philosophie von Nagarjuna unterwiesen. Khenchen Könchog Gyaltsen Rinpoche lehrte ihn aus dem Gong Chig und Thegchen Tenpe Nyingpo. Die 13 großen philosophischen Kommentare der Mahayana-Lehren wurden ihm von Khenpo Könchog Tashi erklärt, und Khenpo Künmong unterwies ihn im Abidharma von Mipham Rinpoche.

Während der neunjährigen Ausbildung führte Khenpo auch ein einjähriges Retreat aus, in dem er die Vorbereitenden Übungen und die Yidam-Praxis abschloß. 1997 erhielt er den Titel des Archarya, und nach zwei Jahren Lehrtätigkeit wurde er von Seiner Heiligkeit zum bis dahin jüngsten Khenpo ernannt. Seit Beginn des tibetischen Jahres (24. Februar) ist er für die Ausbildung der Mönche im Drikung Kagyü Institut verantwortlich.

Im vergangenen Jahr reiste Khenpo Rangdrol zum erstenmal nach Deutschland und besuchte verschiedene Zentren. Teilnehmer des Kagyü Ngag Dsö werden sich sicher an ihn erinnern. In diesem Jahr werden wir ihn für gut 10 Tage in Aachen zu Besuch haben. In zwei Wochenendseminaren wird er nähere Erklärungen zu verschiedenen Gelübden geben. So wird ein Wochenende die Zufluchts- und Laiengelübde zum Thema haben und das andere Wochenende, das für Ordinierte und Ordianatiosanwärter vorgesehen ist, die Nonnen- und Mönchsgelübde sowie die Aufgaben von Ordinierten behandeln.

 

Aus Rundbrief 2/2001 

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Drubpön Champa Rigzin

dschampa_almora-thumbIm Jahre 1957 wurde Drubpön Champa Rigzin in der näheren Umgebung des Kloster Lamayuru in Ladakh, Indien, geboren. Im Alter von 11 Jahren trat er in das Kloster ein und erhielt eine grundlegende Ausbildung in traditioneller Art und Weise.
Schon zu dieser Zeit zeichneten ihn seine schnelle Auffassungsgabe, seine ideenreichen Aktivitäten und sein freundliches Wesen aus. Nach Abschluss seiner Klosterausbildung erhielt er weitere Unterweisungen von dem ehrwürdigen Meditationsmeister Khyunga Rinpoche und von Drubpön Sönam Jorphel Rinpoche.

Er begann das traditionelle Drei-Jahres-Retreat unter der Leitung von Khyunga Rinpoche, in dem er den stufenweisen Pfad der Drikung-Kagyü-Tradition praktizierte. Aufgrund der schwierigen Lebensverhältnisse in Ladakh hatte Dschampa Rigzin während des Retreats mit gesundheitlichen Schwierigkeiten und Versorgungsproblemen zu kämpfen. Einige Zeit vor Ende des Retreats verließ Khyunga Rinpoche seinen menschlichen Körper und Drubpön Sönam Jorphel Rinpoche übernahm die Betreuung der Praktizierenden im Meditationszentrum von Lamayuru. Trotz aller Hindernisse beendete Lama Champa Rigzin das Drei-Jahres-Retreat erfolgreich.

Auf Wunsch S.H. Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche besuchte er 1988 Chile und lebte dort für knapp ein Jahr. Danach verbrachte er mehrere Jahre in Deutschland und besuchte auch Zentren in anderen europäischen Ländern. Durch seine Präsenz in Deutschland war er eine wichtige Stütze für die Zentren und eine große Hilfe für die Praktizierenden.

1998 begann er mit dem Aufbau eines neuen Klosters und Meditationszentrums in Pithoragarh, Indien, in der Nähe der nepalesischen Grenze. Mittlerweile hat sich dieser Ort schon gut entwickelt und es gibt dort eine kleine Gemeinschaft von Mönchen und Nonnen sowie Praktizierende im Retreat. (Nähere Informationen zum Kloster und Meditationszentrum sind in unserem Zentrum zu erhältlich.)

Während des Schlangenjahr-Programms 2001 im Kloster Jangchub Ling in Dehra Dun, verlieh S.H. Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche an Lama Dschampa den Titel des Drubpön. Dies bezeichnet einen Meditationsmeister, der für die Betreuung von Praktizierenden im Retreat verantwortlich ist. Dies umfasst auch die Fähigkeiten, alle erforderlichen Einweihungen, Rituale und Unterweisungen geben zu können. Zu Anfang des Jahres 2001 übertrug ihm S.H. die Aufgabe, 20 Mönche im Drei-Jahres-Retreat in Almora anzuleiten.

Aus Rundbrief 3/2001

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Ven. Minam Rinpoche

thb_minamVen. Minam Rinpoche wurde am 3. März 1966 in dem Dorf Ga-xiong im Distrikt Nangchen der Provinz Qinghai geboren. Bis 1980 lebte Rinpoche als ein Hirte und brachte sich Tibetisch und grundlegende buddhistische Philosophie selber bei. 1980 wurde er im Ka-Trashi Kloster der Drikung-Kagyü-Tradition ordiniert und begann Unterweisungen, Übertragungen und rituelle Instruktionen entsprechend der Drikung-Kagyü-Schule zu erhalten. Später führte Rinpoche ein Retreat aus, in dem er die Vorbereitenden Übungen wie im Mahamudra Ngöndro beschrieben durchführte. Während dieses Retreats träumte Rinpoche häufig, dass er nach Indien gehen werde und aus diesem Grund fragte er seine Eltern um ihre Erlaubnis, nach Indien reisen zu dürfen. Da seine Eltern seiner Anfrage nicht zustimmten, verließ Rinpoche Tibet, ohne seine Familie zu benachrichtigen und erreichte 1988 Nepal und Indien, wo er verschiedene verwirklichte Meister traf.

Beim Anblick von S.H. Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche fühlte Minam Rinpoche spontane Hingabe, so als ob er den Buddha in Person treffen würde. So wurde Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche Minam Rinpoches Guru. Kurz darauf besuchte Rinpoche das Drikung Kagyü Institut für buddhistische Studien und vollendete die fünfjährige Ausbildung. Unter der Führung von S.H. begann Minam Rinpoche das traditionelle Drei-Jahres-Drei-Monats-Retreat, in dem er Mahamudra und die Sechs Yogas von Naropa praktizierte. Nach Abschluss des Retreats wurde er von S.H. zum Retreat-Meister des Ka-Trashi Klosters ernannt.

Als 1987 S.E. Adeu Rinpoche in Indien ankam, besprach er sich mit S.E. Cheogon Rinpoche über die Suche des Tulku des Nangchen Wamlung Klosters. Einige Jahre später bat Cheogon Rinpoche Adeu Rinpoche, die Verantwortung für die Suche zu übernehmen. Nachdem die Rituale von Adeu Rinpoche durchgeführt waren, fand sich bestätigt, dass der Retreat-Meister des Ka-Trashi Klosters, Konchog Thrinley, wirklich die Reinkarnation von Minam Rinpoche war. Der Untersuchungsbericht wurde Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche vorgelegt und durch ihn bestätigt. So wurde 1997 Konchog Thrinley offiziell im Drukpa Kagyü Kloster in Tashi Jong inthronisiert und er wurde zum Minam Rinpoche des Drukpa Kagyü Nangchen Wamlung Klosters. Dies war auch eine Begründung dafür, warum Minam Rinpoche, als er noch ein Kind war, oft das Spielhaus, das er gebaut hatte, als Nangchen Wamlung Kloster bezeichnete.

Im Juni 1997, als Minam Rinpoche zum Nangchen Wamlung Kloster in Qinghai zurückkehrte, erschienen verschiedene Glück verheißende Zeichen mit lautem Donner und Regenbögen am klaren blauen Himmel. Aufgrund der sorgfältigen Suche entsprechend der Tradition und Rituale und der Anfrage von Choegon Rinpoche, der für seine Spirituellen Errungenschaften bekannt ist, hatten sowohl die ordinierte als auch die Laien-Sangha augenblicklich Hingabe und Respekt zu dem neu entdeckten Tulkus des Nangchen Wamlung Klosters.

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Drubpön Sönam Jorphel Rinpoche

lamalaDrubpön Sönam Jorphel wurde 1939 in Ladakh westlich des Klosters von Lama Yuru geboren. Schon im Alter von fünf Jahren begann er, die ersten Sutras zu rezitieren. Als er acht Jahre alt war, ging er in das Kloster von Lama Yuru, wo er die rote Robe erhielt. Er unternahm 1954 eine Pilgerreise zu den heiligen buddhistischen Stätten in Indien und ging über Sikkim nach Tibet. Im Kloster in Drikung Thil erlernte er die wichtigen, traditionellen Künste der Drikung-Kagyüpa, wie die Herstellung von Tormas, das Erstellen von Mandalas, das Benutzen der heiligen Musikinstrumente usw. Außerdem bekam er umfassende Belehrungen (Tri), Einweihungen (Wang) und die vollständige mündliche Übertragung (Lung) für alle Worte des Buddha.

Nachdem die Chinesen im Jahr 1959 Tibet besetzten, kehrte Drubpön Sönam Jorphel zurück nach Ladakh, um in Lama Yuru seine Ausbildung fortzusetzen. Von Ven. Khyunga Rinpoche erhielt er alle speziellen Übertragungen der Drikung-Kagyü-Linie und beendete 1977 sein Drei-Jahres-Retreat. Nach dem Tode von Ven. Khyunga Rinpoche leitete er als Drubpon Rinpoche das Meditations-Zentrum in Lama Yuru.

sonam-jorphel1983 kam Drubpön Sönam Jorphel zum ersten Mal nach Europa, um die hier entstandenen Zentren zu betreuen. Während seiner Aufenthalte in Deutschland gab Drubpön Sönam Jorphel Belehrungen über Sutra und Tantra. Er gab persönliche Unterweisungen, um falsche geistige Konzepte zu beseitigen und erteilte die Zufluchtnahme, um den Weg zur Befreiung zu öffnen. Um den Geistesstrom seiner Schüler/innen zur Reife zu bringen, gab er zahlreiche Einweihungen. Der Kernpunkt seiner Unterweisungen ist der Tiefgründige Fünffache Pfad des Mahamudra, der die Essenz aller Sutras und Tantras und der geheimen Übungen des Mantrayana enthält. Außerdem trug er durch seine Fürsorge und hilfreichen Ratschläge wesentlich zum Aufbau unseres Zentrums bei.

Aus Rundbrief 1/2000   

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Nubpa Rinpoche

nubpa-rinpocheKurze Biographie des 12. Nubpa Konchog Tenzin Rinpoche

Der gegenwärtige 12. Nubpa Rinpoche ist eine Reinkarnation von Gonpo Gyaltsen, einer Emanation des Vierarmigen Mahakala und ebenso des 11. Nubpa Konchog Tenzin Mepham Gopo. Er wurde bereits im Mutterleib vom 34. Drikung Thron-Halter, Seiner Heiligkeit Shiwai Lodrö (1874-1945) erkannt. Mit fünf Jahren wurde er inthronisiert und begann seine Studien im Alter von sechs bei seinem Lehrer Pasang, die er dann an der Nyichang Shedra für höhere buddhistische Philosophie und Tantrische Studien nahe des Drikung Thil Klosters fortsetzte.

Von S.E. Lho Drongtul Rinpoche erhielt er alle Drikung Schützer-Einweihungen, die fünfzig Sammlungen von Initiationen, den Schatz der Kagyu Anweisungen, den Schatz der Yangzab Belehrungen von Rinchen Phuntsok und Yamantaka von S.E. Tritsab Rinpoche und den Nyingma- Schatz der Einweihungen von S.E. Nyizong Tripa Rinpoche. In Tibet arbeitete er zunächst als Bauer und als Steinmetz, dann als Herausgeber des Magazins “Tibetan Buddhist Association”. Durch die Hilfe des 10. Panchen Lama konnte er 1989 am Peking Buddhist College of Higher Studies studieren und erhielt einen akademischen Grad. 1992 kam er zum ersten Mal nach Indien und wurde von S.H. Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche als Supervisor des “Kabum”, den fünfzehn Bänden der mündlichen Überlieferungen von S.H., Kunkhen Rigzin Chödrak, ernannt.

Rinpoche hielt mehrere langjährige Retreats am Berg Labchi, einem heiligen Platz von Jetsün Milarepa ab, wo er auch heute noch mehr als dreißig Praktizierende betreut.

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Khenchen Könchog Gyaltsen Rinpoche

Das Dorf Tsari und die umliegende Gegend zählen zu den heiligsten Orten Tibets. Dort wurde Khenchen Könchog Gyaltsen Rinpoche im Frühling 1946 geboren und dort verbrachte er seine frühen Jahre. Aufgrund der politischen Situation in Tibet floh Khenchen Rinpoche 1959 mit seiner Familie nach Indien. Die Familie ließ sich dann in Darjeeling nieder, wo Rinpoche seine Ausbildung begann. Schon in jungen Jahren war er ein exzellenter und fleißiger Schüler und er konnte die Schulzeit schneller als üblich abschließen.

Etwa zur gleichen Zeit wurde in Varanasi in Indien eine neue Universität, das Central Institute of Higher Tibetan Studies, eröffnet. Festentschlossen, mit zu den ersten Studenten zu zählen, reiste Khenchen Rinpoche im Oktober 1967 nach Varanasi, um sich dort für die Aufnahme zu bewerben. Dann begann er einen neunjährigen Studienkurs, der sowohl Madhyamika, Abhidharma, Vinaya, das Abhisamayalankara und das Uttaratantra als auch Geschichte, Logik und tibetische Grammatik umfasste.

Khunu Lama

Khunu Lama

Anfang 1968 hatte er das große Glück, die volle Mönchsordination von dem bedeutenden Kalu Rinpoche zu erhalten und kurz nachdem er seinen Abschluss am Institut gemacht hatte, erhielt er auch vom sechzehnten Gyalwa Karmapa Belehrungen. Nachdem er den langen und anstrengenden Studienverlauf abgeschlossen hatte, wünschte Khenchen Rinpoche sein Wissen weiter zu vertiefen und den Dharma zu praktizieren. Mit dem gleichen Nachdruck, mit dem er früher seine Studien betrieben hatte, suchte und erhielt er Belehrungen und Unterweisungen von großen buddhistischen Meistern; u.a. studierte er bei dem ehrwürdige Khunu Lama Rinpoche zwei Werke von Gampopa: ‘Der Juwelenschmuck der Befreiung’ und ‘Die kostbare Girlande des hervorragenden Pfades’. Rinpoches Studien bei dem ehrwürdigen Khunu Lama umfassten auch Mahamudra und viele Lieder von Milarepa.

Mit dieser Ausgewogenheit zwischen theoretischem Verständnis und Meditationspraxis begann Khenchen Rinpoche 1978 unter der Führung des erleuchteten Meisters Khyunga Rinpoche eine Drei-Jahres-Klausur. In dieser Zeit konnte er sein Verständnis des Fünfteiligen Pfades der Mahamudra und des tiefgründigen Gongchig-Textes des Erhabenen Jigten Sumgön vertiefen und erweitern. Außerdem erhielt er viele weitere Übertragungen.

1982 besuchte Khenchen Rinpoche zum ersten Mal die Vereinigten Staaten. Sein Mitgefühl und seine Hingabe an den Dharma führten Rinpoche seit dieser Zeit in alle Teile der Welt. Er reist nun unermüdlich, gibt Belehrungen und errichtet Dharma-Zentren. Er übersetzte alle großen Drikung Kagyü Meditationsübungen wie Chakrasamvara, Vajrayogini, Guru Yoga, Chöd, Grüne und Weiße Tara, Chenrezig, Medizin-Buddha und andere Übungen.

Als qualifizierter und engagierter Übersetzer hat Rinpoche mehrere Bücher in englischer Sprache veröffentlicht, unter anderem: ‘Auf der Suche nach dem reinen Nektar des langen Lebens’, ‘Der fünfteilige Mahamudra-Pfad’, ‘Die Großen Kagyü-Meister’, ‘Der Juwelenschmuck der Befreiung’, ‘Ursachen von Glück und Leid’. Auf diese Weise war es Rinpoche möglich, wichtige Texte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und seinen Schülern eine gründliche und systematische Schulung im Dharma zu bieten (Die deutschen Übersetzungen einiger seiner Werke wurden im Drikung Kagyü Verlag veröffentlicht.).

1985 reiste Khenchen Rinpoche nach Drikung Thil in Tibet, dem Hauptsitz der Drikung Kagyü Linie. Dort konnte er von dem erleuchteten Meister, dem Ehrwürdigen Pachung Rinpoche, persönlichen Segen, Unterweisungen und Übertragungen zu Mahamudra und zu den Sechs Yogas von Naropa erhalten.

Als Khenchen Rinpoche im März 1997 Seine Eminenz Garchen Rinpoche in Tucson, Arizona traf, bat Seine Eminenz ihn eindringlich, sein Kloster in Tibet zu besuchen und den Mönchen und Nonnen dort Belehrungen zu geben. Khenchen Rinpoche behielt diese Bitte im Gedächtnis und brach im August desselben Jahres zu seiner Reise nach Tibet auf. Auf seinem Weg machte er in Europa halt, um in verschiedenen Dharma-Zentren Unterweisungen zu geben. Danach blieb er für drei Monate im Drikung Kagyü Institut in Dehra Dun, Indien, wo er die ‘Essenz der Mahayana Lehren’ und andere wichtige Studienfächer unterrichtete. Weil ihn viele Menschen darum gebeten hatten, besuchte er auch Malaysia und Taiwan, um Ermächtigungen zu geben, Klausuren zu leiten und Vorträge zu halten.

Khyunga Rinpoche

Khyunga Rinpoche

Im Mai 1998 konnte er schließlich zum Kloster Gar reisen. Zunächst gab er den Mönchen und Nonnen in der Drei-Jahres-Klausur Belehrungen. Dann lehrte Khenchen Rinpoche den ‘Juwelenschmuck der Befreiung’ und ‘Der Fünfteilige Pfad der Mahamudra’. Er besuchte auch sechs weitere Drikung Kagyü Klöster und gab den Mönchen, Nonnen und Laien viele Unterweisungen. All den verschiedenen Menschen, die er traf, erklärte er, wie wichtig es ist, die kostbaren Lehren des Dharma zu studieren und zu praktizieren. Im Winter gab er über vier Monate Belehrungen zum Gongchig und der ‘Essenz der Mahayana Lehren’. So wurden viele Mönche und Nonnen für ihr weiteres Studium und zur Praxis inspiriert.

Im Oktober 1999 kehrte Khenchen Rinpoche zum Tibetan Meditation Center in Maryland zurück. Dort strukturierte er das Zentrum neu und startete ein fünfjähriges Programm mit Unterweisungen. Derzeit errichtet er das Klausur-Zentrum Phuntsog Dargye Ling, um den Menschen im Westen ein länger andauerndes Praktizieren zu ermöglichen.

In Erinnerung an die Anstrengungen seiner frühen Jahre unterstützt und inspiriert Khenchen Rinpoche Mönche, Nonnen und Laien in ihrer Dharma-Praxis und ist stets bereit, sie soweit er kann zu unterstützen. Allen steht er großzügig zur Seite. Er ist mit Herz und Geist fest dem Dharma zugewandt und weist mitfühlend und mit großer Geduld den Weg. Im Jahr 2001 wurde er von Seiner Heiligkeit Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche zum Khenchen (‘großer Abt’) ernannt.

Das Gewahrsein von Ursache und Wirkung,
die Praxis von Mitgefühl und Weisheit
und der Erleuchtungsgeist
sind das Herz der Lehren des Buddha.

 

Aus Rundbrief 2/2008

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S.E. Lho Kunzang Rinpoche

Seine Eminenz Lho Kunzang Rinpoche wurde 1942 in Tibet geboren. Er wurde vom 16. Karmapa als eine Emanation des Großen Tertön Mingyur Dorje wieder erkannt. Er ist ein wichtiger Tulku der Drikung Kagyü Linie. Von S.H. Drikungpa wird er als ein hervorragender und gewissenhaft Praktizierender betrachtet.

Rinpoche hat eine sehr enge Beziehung zum Pal Me Gom Kloster in Qinghai (Nangchen). Während der Zeit des 1. Lho Kunzang Rinpoche, in der der König von Nangchen regierte, ereigneten sich politische Unruhen und die Hauptstadt des Königreichs wechselte mehrere Male.

Um die Situation zu stabilisieren, besuchte der König von Nangchen das Drikung Kloster, um einen hochverwirklichten Meister und eine Lösung zu finden. Das Kloster empfahl den Herzensschüler von Rinchen Chökyi Drakpa (1. Drikung Kyabgön Chungtsang Rinpoche), Kundrak Trinley Namgyal, den 1. Lho Kunzang Rinpoche.

Aufgrund der Aufrichtigkeit des Königs nahm Lho Kunzang Rinpoche schließlich seine Einladung ins Pal Me Gom Kloster an. Das Pal Me Gom Kloster war von Adrag Wangchen Gyalpo, dem großen Yogi der tibetischen Königsfamilie, gegründet worden. Wegen seiner hohen weltlichen und spirituellen Verwirklichungen wurde Lho Kunzang Rinpoche von allen hoch verehrt und respektiert, einschließlich von dem großen Yogi Adrak Wangchen Gyalpo, der den zornvollen Manjushri verwirklicht hatte. Selbst als er starb, lud der große Yogi Rinpoche ein, die Pujas für ihn zu zelebrieren.

Zum Dank gab ihm der große Yogi einen wertvollen Phurba, den er selbst für viele Jahre benutzt hatte, mit der Bitte in der Adrag-Familie wiedergeboren zu werden, was Rinpoche aus Mitgefühl akzeptierte.

Nach einigen Dekaden wurde der 2. Lho Kunzang Rinpoche in der Adrak-Familie wiedergeboren und man gab ihm den Namen Adrak Kunzang, der 3. wurde Nangchen Kunzang genannt, der 4. Zerbang Kunzang (Zufluchtsmeister des großen Tertön Chögyur Lingpa, der 5. Ser Tza Kunzang und der 6. Bon Kunzang.

Nach seiner Inthronisation wurde die gegenwärtige Eminenz Lho Kunzang Rinpoche Abt des Klosters und nahm damit wieder einmal die Verantwortung für den Wiederaufbau des Klosters Pal Me Gom auf sich.

Rinpoche hielt zahlreiche Retreats ab und er entwickelte viele Fähigkeiten, um den Wesen zu nutzen. Um noch mehr Wesen von Nutzen sein zu können. studierte er bei Khyentze Ödzer Rinpoche (dem 2. Jamgon Kongtrul Rinpoche) und verwirklichte zahlreiche sutrische und tantrische Praktiken der verschiedenen Traditionen.

Der Rinpoche benutzt aus großem Mitgefühl nicht nur die Lehren des Buddha, um die Wesen zu befreien, sondern heilt auch durch seine hervorragende Kenntnis der Medizin viele Kranke. Neben medizinischen Kräutern und Akupunktur wendet Rinpoche auch Hitzetherapie und andere höchst wirksame Methoden an und er ist in vielen Ländern der Welt berühmt für seine Heilfähigkeiten.
Während der Kulturrevolution versteckte und bewahrte Rinpoche geschickt die 12 Tantrischen Kanons, so dass die Drikung-Linie der Tantras und Sutras fortlaufend erfolgreich wirken kann.
Rinpoche ist äußerst gelehrt und gewissenhaft und bewahrt seine Gelübde rein. Er ist sehr freundlich, kümmert sich um alle Wesen und zögert nicht, sie alle zu führen. Deshalb hat er in einem Jahr seiner Lehrtätigkeit außerhalb von Qinghai (Nangchen) zahlreiche Praxis-Schüler in Singapur, Malaysia, Hong Kong und Taiwan um sich gesammelt. Es ist eine sehr seltene kostbare Gelegenheit, Rinpoche während der kurzen Zeitspanne, in der er den Dharma lehrt, persönlich zu sehen und zu hören.

Wir als Dharma-Praktizierende dürfen diese kostbare Gelegenheit nicht versäumen, um aufrichtig Zuflucht zu nehmen, Vertrauen zu haben und die beiden Ansammlungen von Verdienst und Weisheit durchzuführen, um die Buddhaschaft zu erlangen.

Möge hiermit alles Verdienstvolle dem Wohle aller fühlenden Wesen der zehn Richtungen gewidmet sein! {mosimage}

Aus Rundbrief 3/2003

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S.E. Lho Bongtrul Rinpoche

S.E. Bongtrul Tendzin Nyima Rinpoche wurde 1965 geboren. Als kleiner Junge brachte S.E. sich selbst Zeichnen, Malen und tibetische Kalligraphie bei. Als er älter wurde, kalligraphierte er viele längere religiöse Texte wie z.B. das Befreiungs-Sutra und Drikung Dharmapala Texte. Als er achtzehn Jahre alt war, führte S.E. Garchen Rinpoche die Haarschneide-Zeremonie aus und S.E. Bongtrul Rinpoche trat in das Kloster Lho Lungkar Gon ein.

Von Togden Drogon, einem direkten Schüler des vorherigen Bongtrul Rinpoche, erhielt S.E. Unterweisungen zum tiefgründigen Dzogchen Tög-al, zum Yangzab Terma und Drikung Phowa und führte die 400.000 Ngöndro-Übungen aus. In Übereinstimmung mit einer Prophezeiung von Achi Chökyi Drölma erkannte Togden Drogon S.E. als die Emanation des Geistes von Lho Bongtrul Rinpoche und machte die Weissagung bekannt. Zu dieser Zeit hatte S.E. schon die religiösen Gesänge, Rituale und Riten des Klosters gemeistert.

Später erhielt S.E. die tiefgründigsten Unterweisungen des Höchsten Tantra – Grund, Pfad und Frucht – und den Segen des Kontinuums von Drubwang Pachung Rinpoche. Von dem Meditationsmeister Gelong Tendzin Nyima, einem Hauptschüler von Pachung Rinpoche, erhielt S.E. viele tiefgründige Drikung Kagyü Lehren wie die Sechs Yogas von Naropa und den Fünfteiligen Pfad der Mahamudra. S.E. erhielt die Novizenordination von Khenpo Sogtul Rinpoche in Drikung Thil und erhielt den Namen Konchog Tendzin Trinlay Thaye. Seine Heiligkeit Kyabgön Chetsang Rinpoche erkannte S.E. anschließend als die Emanation des Geistes von Lho Bongtrul Rinpoche an und gab ihm den Namen K önchog Tendzin Sherab Jungney Pal-sangpo.

S.E. machte ein vierjähriges Retreat und weitere längere Retreats zu Yamantaka und zum Yangzab Terma. Von Dzogchen Khenpo Thubten Namgyal erhielt S.E. Unterweisungen und Ermächtigungen zum Bodhicaryavatara, zum Uttaratantra, zu den Sadhana-Lehren der Acht Äußerungen, zur Verkörperung der Verwirklichung, zu Vajrakilaya und zu Rigzin Jigme Lingpas ‘Höchstes Gewahrsein’ sowie viele andere Belehrungen und Kernunterweisungen.

1997 erhielt S.E. viele Unterweisungen und Ermächtigungen von Seiner Heiligkeit Kyabgön Chetsang Rinpoche. Von S.E. Garchen Rinpoche, Dulmo Choeje und Gyalpo Rinpoche erhielt er Belehrungen und Ermächtigungen zu den Fünf Schätzen von Jamgon Kongtrul, die die Quintessenz aller Kagyü Ermächtigungen enthalten. Noch einmal ging S.E. nach Drikung Thil und bat den Meditationsmeister Gelong Tendzin Nyima um Unterweisungen zu bestimmten Aspekten in den Lehren der Sechs Yogas von Naropa und dem Fünfteiligen Pfad der Mahamudra.

Zum Wohle aller, die Interesse haben und für zukünftige Generationen verfasste S.E. viele Sadhanas (Übungen der Meditationsgottheiten), Texte über das Einrichten eines Altars, Texte zur Geschichte, einen Reiseführer zu heiligen Orten der Verehrung und nahm zwei Audiokassetten mit Dharma-Liedern auf. Au ßerdem studierte und praktiziert S.E. die tibetische Kräuterheilkunde.

Von Zeit zu Zeit gab S.E. den Mönchen und Nonnen der Klöster Gar, Khargo Gon, Sichuan Tsele Gon, Nyizong Gon, Gewu Gon und anderen, die im Retreat waren, Ermächtigungen und Belehrungen zu den Sechs Yogas von Naropa und dem Fünfteiligen Pfad der Mahamudra. 1998 richtete S.E. den historischen Stupa Lungkar Chodten Bummo Che wieder auf. Eine seiner vielen bedeutenden Leistungen war es, das Kloster Lho Lungkar Gon und dessen Klausurzentrum wieder aufzubauen. S.E. erkannte die Bedürfnisse der örtlichen Bevölkerung und richtete für sie eine medizinische Arzneiausgabe ein. Außerdem legte S.E. den Grundstein der Schule für die Kinder des Ortes und ben ötigt noch Unterstützung, um sie fertigzustellen.

S.E. Lho Bongtrul Tendzin Nyima Rinpoche ist ein Gelehrter, Maler, Arzt, ein Sänger und Liedermacher und vor allem ein Meister der Drikung Kagyü Linie mit außerordentlicher Erkenntnis, Befähigung und himmlischen Qualitäten.

Übersetzung von Heinz-Werner Goertz im März 2005
zusammengestellt aus den tibetischen Informationen von Tashi Jamyangling

Aus Rundbrief 2/2005

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S.E. Ontul Rinpoche

Meine früheren Inkarnationen sind verbunden mit Drikung Orgyen Nuden Dorje, einem großen Entdecker von verborgenen Belehrungen (tib. Tertön) des letzten Jahrhunderts. Er war wohlbekannt als eine Emanation von Nyan Ban Tingdzin Sangpo, einem großen Meister zur Zeit des im 8. Jahrhundert herrschenden tibetischen Königs Trisong Detsen.

Der ältere Bruder von Nuden Dorje und der erste Ontul war Kungsang Drodul. Er wurde in dem Dorf Zahmo Gong in der Provinz Kham in Ost-Tibet geboren. Der fünfte Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche, Thegye Nyima (1828-1889), erkannte ihn als die Emanation von Brog Ban Khin Chung Lotsawa, einem der 25 Hauptschüler von Guru Padmasambhava (Guru Rinpoche). Weil Kunsang Drodul der ältere Bruder von Orgyan Nuden Dorje war, wurden seine folgenden Inkarnationen als Ontul bekannt. Dies bedeutet: “Die Inkarnation des älteren Bruders”.

Ich wurde in Kham Nangchen in Ost-Tibet im Jahre 1950 in einer Familie der Alten Tradition (tib. Nyingmapa) geboren. 1954 erkannten mich Seine Heiligkeit Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche und Seine Heiligkeit Gyalwa Karmapa als Inkarnation von Ontul und mir wurde der Name Könchog Tendzin Thrinle Rabgye gegeben. Daraufhin wurde ich im gleichen Jahr im Kloster “Dong Med Ogmin Thubten Shedrub Ling” inthronisiert. Lama Kälsang Namgyal, der Betreuer meiner früheren Inkarnation, übernahm die Verantwortung, mir die grundlegende Schulung im Lesen, Schreiben, Texte rezitieren etc. zu geben.

Als im Jahre 1959 die chinesische kommunistische Armee Tibet besetzte, verließen mein Tutor Kälsang Namgyal und ich unser Heimatkloster und wir begannen, zusammen mit vielen Mönchen und Menschen aus unseren Dörfern unsere Flucht von Tibet nach Indien. Auf dem Weg erlebten wir schrecklichen Durst und Hunger und wir wurden ständig von den chinesischen Soldaten bedroht. Trotz vieler Schwierigkeiten schafften wir es, die tibetische Grenze zu überqueren und wir erreichten Indien über Nepal. Das Leben in Indien war nicht einfach, weil wir keinen Platz für uns hatten, um uns niederzulassen. Wir waren gezwungen, über fast 14 Jahre von Ort zu Ort zu ziehen.

In Indien begegnete ich Drikung Khandro Neni Rinpoche (Khandro (tib.), Dakini (skr.) bezeichnet eine hochrealisierte Yogini). Sie machte mich mit Khenpo Thubten, einem großen Nyingmapa-Lehrer, bekannt. Die erste Belehrung, die ich vom Khenpo erhielt, war eine ausführliche Unterweisung über die Longchen Nyingthig Ngöndro-Praxis. Später erhielt ich von Khenpo Thubten Belehrungen über mehrere wichtige Texte.

Zu verschiedenen Gelegenheiten erhielt ich Mahamudra- und Dzogchen-Belehrungen von S.H. Dudjom Rinpoche, Khunu Lama Tenzin Gyaltsen, Dilgo Khyentse Rinpoche, Kalu Rinpoche und anderen. Von Khyunga Rinpoche erhielt ich Belehrungen und seine persönlichen Unterweisungen über den Tiefgründigen Fünfteiligen Mahamudra-Pfad. In den folgenden Jahren ging ich nach Ladakh, wo ich die meisten wichtigen Einweihungen, Belehrungen und mündlichen Übertragungen der Drikung Kagyü-Tradition von S.E. Chöje Togdän Rinpoche erhielt. Ich verbrachte mehrere Jahre in Ladakh und unternahm mit Togdän Rinpoche ausgedehnte Reisen und besuchte mit ihm verschiedene Drikung-Klöster.

Nach meiner Rückkehr nach Indien erwarb ich 1971 von den Spenden, die ich von den Menschen in Ladakh erhalten hatte, ein Stück Land in Tso Pema (Rewalsar, H.P.). Mit Hilfe meiner Mönche brachte ich es fertig, ein Kloster auf diesem Stück Land zu errichten. Tso Pema heißt “Der Lotussee” und ist einer der heiligen Plätze, wo Guru Padmasambhava seine Wunderkräfte zeigte. Er stellte an diesem Ort Wunder mit der Absicht zur Schau, den König und die Menschen dieser Region, die damals als Sahar bekannt war, zu unterwerfen.

Ich brauchte viele Jahre, um das Kloster fertigzustellen und mit den heiligen Objekten, Ritualgegenständen und anderen notwendigen Dingen auszustatten. Jetzt ist das Kloster fertiggestellt und fast 30 Mönche leben hier und halten die Tradition der Drikung Kagyüpas aufrecht.

Im Jahre 1978 erkannte S.H. Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche die siebte Inkarnation des Tertöns Orgyan Nuden Dorje und gab ihm den Namen Konchog Lhündrub Nyangdrog Namgyal. Zu der Zeit war der junge Tulku erst drei Jahre alt. 1980 wurde er als das geistige Oberhaupt unseres Klosters inthronisiert.

1983 machte ich eine Reise nach Zentraltibet und Kham, mein erster Besuch in Tibet, nachdem ich 1959 entkommen war. Zuerst erreichte ich Lhasa und reiste, nachdem ich einen kurzen Besuch in Drikung Thil gemacht hatte, zu meinem alten Kloster in Ost-Tibet. Es war eins der größeren Drikung-Klöster in diesem Gebiet und liegt nahe meinem Geburtsort.

Ich blieb fast 6 Monate in dieser Gegend. Während dieses Aufenthaltes nahm ich an mehreren Zeremonien in meinem Kloster teil und gab den Mönchen und den Einheimischen verschiedene Einweihungen und Belehrungen. Dieses Kloster wurde in der Kulturrevolution durch die Chinesen völlig zerstört. Es befindet sich jetzt aber im Wiederaufbau. Durch die Anstrengung von drei Tulkus, Mönchen und Einheimischen sind einige Teile schon wieder fertiggestellt worden. Dort leben ungefähr 100 Mönche, manche sind im “Chagchen Ngaden”-Retreat unter der Leitung des Ehrwürdigen Gelong Tenzin Nyima (Hauptschüler des Ehrwürdigen Pachung Rinpoche).

Von Kham kam ich im Herbst desselben Jahres zurück nach Drikung in Zentral-Tibet. Im Drikung Thil-Kloster hatte ich die Möglichkeit, Drubpön Pachung Rinpoche zu treffen, von dem ich verschiedene Belehrungen und mündliche Übertragungen erhielt. In dieser Zeit traf ich S.H. Drikung
Kyabgön Chungtsang Rinpoche, der in Lhasa lebte. Nachdem ich für eine Zeit von fast drei Wochen in Drikung geblieben war, kam ich zurück zu unserem Kloster in Tso Pema, Nordindien.

Nachtrag

Seine Eminenz Ontul Rinpoche hält Überlieferungen sowohl der Drikung Kagyü-Tradition als auch der Nyingma-Tradition. Seine Linie wurde im 19. Jahrhundert in Ost-Tibet unter der spirituellen Leitung des Drikung-Tertöns Orgyan Nuden Dorje ins Leben gerufen. Um diese Übertragungen zu erhalten, richtete Rinpoche das Ogmin Thubten Shedrub Ling-Kloster in Tso Pema ein.

Entsprechend der Absicht Seiner Heiligkeit Drikung Kyabgön Rinpoche und um seine eigene Bestrebung zu erfüllen, kam der S.E. Ontul Rinpoche 1988 zum ersten Mal nach Europa. Für mehrere Monate besuchte er Dharma-Zentren in Deutschland, Österreich und Frankreich. Bei seinem zweiten Besuch 1990 kam er auch nach Italien.

Mittlerweile hat Rinpoche auch Schüler in Australien, den USA und Malaysia. Er ist oft mehrere Monate unterwegs, um Einweihungen, mündliche Übertragungen und Unterweisungen zu geben. Während des Schlangenjahr-Programms bat S.H. Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche ihn, besondere mündliche Übertragungen zu geben. S.E. Ontul Rinpoche ist dafür bekannt, dass er einer der schnellsten Rezitierer ist und so konnten in relativ kurzer Zeit viele Übertragungen gegeben werden.

Schon zu Beginn seiner Besuche im Westen konnten wir Rinpoches Offenheit gegenüber Menschen, die unter völlig anderen Umständen aufwachsen und erzogen wurden als Tibeter, fühlen und schätzen lernen. Auch die Tatsache, dass Rinpoche früher von seiner Frau, Tashi Dölma, begleitet wurde, hießen die Schülern sehr willkommen, da es die Möglichkeit aufzeigt, wie der Dharma auch in das Familienleben integriert werden kann. Mittlerweile reist Rinpoche häufig mit seinem Sohn Ratna Rinpoche, der als Qualitäts-Emanation des 4. Drikung Orgyen Nuden Dorje erkannt und 2005 offiziell inthronisiert wurde.

englische Übersetzung mit Unterstützung von Ngawang Tsering,
deutsche Übersetzung von Annette Oberschelp,
Bearbeitung und aktuelle Ergänzungen von Getsül Könchog Paglam

Aus Rundbrief 3/2001

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S.E. Chöje Ayang Rinpoche

ayangS.E.  Ayang Rinpoche wurde in einer Nomadenfamilie in Ost-Tibet geboren. Zum Zeitpunkt seiner Geburt ereigneten sich einige besondere Zeichen. Seine Mutter träumte von einem buddhaähnlichen Wesen, von dem ein goldenes Vajra (tib. Dorje) ausstrahlte, das mit ihrem Scheitelpunkt verschmolz. In einem anderen Traum erstrahlte von Westen her ein helles Licht, das wie eine Sternschnuppe erschien. Dies verschmolz mit ihrem Körper und der ganze Himmel und die Erde waren angefüllt von rotem Licht.

Rinpoche erhielt seine Erziehung in Drikung Thil Jangchub Ling, dem Hauptkloster der Drikung-Linie. Anschließend besuchte er die Drikung-Philosophie-Schule Nyingma Thang Ra. Von Nyinsum Tripa, einem großen Drikung-Lama erhielt er alle Rinchen-Ter-Dzöd- und Kagyü-Ngak-Dzöd-Einweihungen. Vom zweiten Tutor Seiner Heiligkeit Drikung Kyabgön, Ayang Thubten, aus dem Kloster erhielt er die Belehrungen der Sechs Yogas von Naropa und Mahamudra. Von Khenpo Tsense Sangpo erhielt er alle Nyingthig-Einweihungen und -Belehrungen und seine erste Phowa-Belehrung entsprechend der Nyingma-Tradition. Das Drikung Phowa erhielt er von Seiner Heiligkeit Drikung Kyabgön während des Phowa-Ch’en-mo, das nur alle 12 Jahre stattfindet. Das Upadesha erhielt er von einem großen Nyingma Yogi, Rahor Chodra Rinpoche.

Nach dieser Zeit machte Ayang Rinpoche eine Pilgerreise in Tibet zu vielen heiligen Plätze von Guru Rinpoche (skr. Padmasambhava). In Phulung in Süd-Tibet machte Rinpoche ein langes Retreat an einem Platz, an dem Guru Rinpoche lange Zeit das Phowa praktiziert hatte. Nach Beendigung des Retreats führte er eine Opferungs-Puja durch, bei der sich viele Nagas versammelten. Sie kamen, brachten Opfergaben und umwandelten seinen Retreatplatz, wobei sie Mantren von Guru Rinpoche rezitierten. Er fühlte, daß dies ein besonders starkes Zeichen war und überlegte, daß dies vielleicht bedeuten könnte, daß er in der Zukunft in fremden Ländern das Phowa lehren würde.

Später hatte Rinpoche das große Glück, die Kalachakra-Einweihung von Seiner Heiligkeit, dem Dalai Lama, im Norbu-Lingka-Palast in Lhasa zu erhalten. In Rumtek erhielt er von Seiner Heiligkeit, dem 16. Karmapa die Einweihungen und mündlichen Übertragungen von Chagchen Kundzod Chig She Kun-drol und eine besondere Einführung in Mahamudra. In Bhutan erhielt er von Seiner Heiligkeit Dilgo Kyentse Rinpoche den Dam Nag Dzöd, welcher die Essenz der Einweihungen und Belehrungen aller Schulen beinhaltet.

Rinpoche gründete nach seiner Flucht aus Tibet ein Kloster in einem tibetischen Flüchtlingslager in Südindien. Er hat zwei Klöster aufgebaut, in denen sich zwei Statuen von Buddha Amitabha aus Kupfer und Gold befinden, die in Dharamsala angefertigt wurden.

Dies ist ein sehr kurzer Lebenslauf von S.E. Ayang Rinpoche. Rinpoche hofft, in der Zukunft mehr Zeit zu haben, eine detailliertere Darstellung zu geben.

Die Namen von Rinpoche sind: Konchog Tendzin Chogyal Dorje, Konchog Chogyab sowie Ayang Tulku (Rinpoche).

Das Ayang-Kloster wurde vor 436 Jahren in Kham in Ost-Tibet als eine Zweigniederlassung des Drikung-Hauptklosters erbaut. Der derzeitige Ayang Tulku wurde (wieder-)erkannt durch Ayang Drubchen Tenpai Nyingpa, Nelgong Drubchen, Traleg Kyabgon, durch den Tutor Seiner Heiligkeit Drikung Kyabgön, Chabra Rinpoche und durch den 16. Gyalwa Karmapa.

Rinpoche erklärt dazu: “Ich selbst fühle nicht, daß ich irgend etwas besonderes bin, nachdem ich meine gegenwärtigen Realisationen und meine Qualitäten überprüft habe.”

Dieser Lebenslauf wurde anhand der Angaben von Ayang Rinpoche zusammengestellt und später ins Deutsche übersetzt.

Aus Rundbrief Herbst 1999

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S.E. Togden Rinpoche

Seine Eminenz Togden Rinpoche ist der Chöje (der König des Dharma) oder das spirituelle Oberhaupt der Drikung-Kagyü-Tradition in Ladakh. Traditionsgemäß wurden Chöjes in alter Zeit vom Kloster Drikung Thil aus in verschiedene Gegenden wie beispielsweise zum Berg Kailash, Tsari, Lachi oder nach Ladakh geschickt. Seitdem sich Togden Rinpoche jedoch in Ladakh inkarnierte, entstand die Tradition, daß die nachfolgenden Inkarnationen des Togden Rinpoche zum Chöje bestimmt waren.

Togdän Rinpoche ist die Inkarnation des indischen Mahasiddha Hungchen Kara. Eine seiner früheren Inkarnationen war Kongbo Togden Tulku, Schüler des großen Drikung-Lamas Tertön Rinchen Phüntsog, der von 1509 bis 1557 lebte. Die sechs darauffolgenden Inkarnationen wurden in Tibet wiedergeboren, die achte Inkarnation in Ladakh.

Der gegenwärtige Togden Tulku Könchog Tändsin Thubten Tenpe Gyaltsen ist die neunte Inkarnation. S.E. Togden Rinpoche wurde 1938 in einer armen Familie in Dorkhul geboren, einem kleinen Dorf im östlichen Ladakh. Im Alter von eineinhalb Jahren hinterließ er in der Nähe seines Geburtsortes einen Fußabdruck, als er auf einem Felsblock stand. Dieser Abdruck ist heute noch klar sichtbar. Der frühere Drikung Kyabgön Chetsang Shiwe Lodrö erkannte den Jungen als die Inkarnation des Togden Tulku.

Im Kloster Shachukhul, das in der Nähe von Rinpoches Geburtsort liegt und eines der drei großen Drikung-Kagyü-Klöster in Ladakh ist, wurde er im Jahre 1943 als Chöje Togden Tulku inthronisiert. In diesem Kloster wurde er auch in der traditionellen Weise ausgebildet. In Begleitung seines Lehrers Gegen Sönam reiste er durch Indien nach Drikung Thil in Zentraltibet, wo er von vielen Lehrern Belehrungen erhielt. In den Jahren 1954 bis 1959 studierte er am philosophischen Institut Drikung Nyima Changra. 1959, als die Chinesen Tibet besetzten, kam er, begleitet von seinem Lehrer und vielen ladakhischen Mönchen, zurück nach Ladakh. Seit dieser Zeit trägt Rinpoche die Verantwortung für 50 Drikung-Klöster in Ladakh und hält die Drikung-Kagyü-Tradition aufrecht. Togden Rinpoche ist ein wichtiger Halter in der Übertragung der Drikung-Kagyü-Tradition. Er hält die spezielle Übertragung des Gongchig, des Yang Sab, von Yamantaka, des Phowa und der Dharmapalas aus der Drikung-Tradition, sowie die Übertragung des Rinchen Ter Dsö aus der Nyingmapa-Tradition.

In Tso Pema, Rewalsar, einem heiligen Ort, der den Segen von Guru Padmasambhava trägt, traf Rinpoche von Anfang 1967 an Vorbereitungen für die Rinchen-Ter-Dsö-Ermächtigung und bat Seine Heiligkeit Dudjom Rinpoche, die Ermächtigung zu erteilen. Dementsprechend wurde sie von Seiner Heiligkeit einer Versammlung von dreißig Tulkus und mehreren Tausend Leuten gegeben. Seine Heiligkeit Dudjom Rinpoche inspirierte Rinpoche dazu, diese große Einweihung des Rinchen Ter Dsö künftig weiterzugeben. Rinpoche entdeckte mehrere heilige Orte in Ladakh, und er offenbarte mehrere Geistesschatztexte (Gong Ter). Diese Texte sind zusammen mit seinen anderen Werken in einem Band enthalten. Sie schließen auch einen kurzen Kommentar zum Gongchig ein.

1974 lud Togden Rinpoche Khyung Ka Rinpoche nach Ladakh ein und gründete mit dessen Unterstützung zuerst ein Meditations-Zentrum in Shachukhul, das später in Lamayuru weitergeführt wurde. 1981 gründete Togden Rinpoche eine Schule für junge Mönche, nachdem er das Kloster Atitse, das nordwestlich von Lamayuru liegt, restauriert hatte.

Unter der Aufsicht von Togden Rinpoche fand 1978 in Leh eine eindrucksvolle Empfangszeremonie für Seine Heiligkeit Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche, das Oberhaupt des Drikung Kagyü, statt. An dieser Empfangszeremonie nahmen Mönche aus Phiyang, Lamayuru und Shachukhul teil. Dies war der erste Besuch Seiner Heiligkeit in Ladakh, nachdem er auf wunderbare Weise nur drei Jahre zuvor aus dem chinesisch besetzten Tibet geflohen war. Er residierte in Lamayuru und Phiyang bis er ein eigenes Kloster in Dehra Dun errichtete. Es war das erste Mal, daß ein Drikung Kyabgön und ein Chöje die spirituellen Aktivitäten des Drikung-Kagyü-Ordens in Ladakh leiteten. Im darauf folgenden Jahr, 1979, beging man im Kloster von Phiyang feierlich den 800. Jahrestag der Gründung des Klosters Drikung Thil (1179 von Kyobpa Jigten Sumgön gegründet). 1985 besuchte auch Seine Heiligkeit Drikung Kyabgön Chungtsang Ladakh. Damit fand ein glückverheißendes Ereignis statt, denn die beiden Drikung Kyabgöns und der Chöje trafen in Ladakh zum ersten Mal zusammen.

 Aus Rundbrief 2/2000 

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S.E. Chenga Rinpoche

Seine Heiligkeit Minling Trichen Rinpoche und Seine Heiligkeit Drikung Kyabgön Chungtsang Rinpoche erkannten Chenga Rinpoche als die Reinkarnation von Chenga Dragpa Jungne (1175 – 1255). Dementsprechend inthronisierte Seine Heiligkeit Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche ihn am 15. März 1999.

 

Chenga_Rinpoche.1Chenga Dragpa Jungne war ein enger Schüler und Begleiter von Kyobpa Jigten Sumgön (1143 – 1217), dem Gründer der Drikung Kagyü Linie. Nachdem er Kyobpa Jigten Sumgön siebzehn Jahre lang begleitet hatte, bekam er den Namen “Chenga” was im Tibetischen “in der Gegenwart von” bedeutet.

Chenga Dragpa Jungne wurde nachträglich als Regent des Glorreichen Phagmodrupa (1110 – 1170) inthronisiert und leitete mit sechsundzwanzig Jahren den Sitz von Phagmodrupa.

Nach dem Ableben von Kyobpa Jigten Sumgön wurde die Drikung Kagyü Linie zuerst von Khenchen Gurawa Tsültrim Dorje und dann von Ön Sönam Dragpa geleitet. Nach Sönam Dragpa leitete Chenga Dragpa Jungne die Linie einundzwanzig Jahre lang (1234 – 1255) und wurde damit das vierte Oberhaupt der Drikung Kagyü Linie.

Der gegenwärtige Chenga Rinpoche wurde 1974 geboren. Rinpoche besuchte eine Zeit lang regelmäßig die chinesische Schule in Lhasa. Später wechselte er zu einer Schule in der Provinz Qinghai, wo er sein Studium erfolgreich fortführte. Unter den älteren Studenten wurde Rinpoche als einer von zwei Studenten ausgewählt, die für ein höheres Studium nach Xining – einer Ortschaft in der Provinz Qinghai – gehen sollten.

chenga3Schon als kleiner Junge hatte Rinpoche den starken Drang, Mönch zu werden. Dieses Gefühl wurde im Laufe der Jahre immer stärker. Schließlich trat er in das Kloster Tsurphu, dem Sitz von Seiner Heiligkeit Karmapa, ein und erhielt 1989 die Mönchsordination. Rinpoche begann sein Studium im Kloster und war außergewöhnlich gut, so dass er nach kurzer Zeit Meister der Rezitation und des Gesangs im Kloster wurde.

Schon bald ging Rinpoche in ein Drei-Jahres-Retreat und praktizierte die Vorbereitenden Übungen von Mahamudra, Vajrakilaya, Vajravarahi, die Sechs Yogas von Naropa, Chakrasamvara, Ozean der Siegreichen (eine Form von Avalokiteshvara), Acala, Vairocana, Guru Dowoloe, Buddha Amitabha und Mahakala.

Während er sich im Kloster Tsurphu aufhielt, arbeitete Rinpoche sechs Monate für den gegenwärtigen Karmapa als einer seiner persönlichen Begleiter.

Nachdem Chenga Rinpoche Tibet verlassen hatte, erhielt er die vollständigen Unterweisungen zur Herzessenz und Ermächtigungen von Longchenpa und er erhielt Unterweisungen zu ‘Die Worte meines vollendeten Lehrers’ von Khenchen Thupten. Als er sich in den USA aufhielt, erhielt Rinpoche die fünfzig Ermächtigungen der Drikung Kagyü Tradition, die Vajravarahi-Ermächtigung, die Ladrup Dewai Dorje Ermächtigung und die Manjushri-Langlebens-Yamantaka Ermächtigung. Seiner Eminenz Garchen Rinpoche übertrug Chenga Rinpoche die Ermächtigung der Drei Gottheiten der Gar Tradition.
Von Lamchen Gyalpo Rinpoche erhielt Chenga Rinpoche Unterweisungen zum ‘Juwelenschmuck der Befreiung’ von Gampopa und zum Bodhisattvacharyavatara von Shantideva.

Übersetzung: Heinz-Werner Goertz, 2003

Aus Rundbrief 3/2004

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S.E. Namrol Rinpoche

Das Kloster Gar-Gon entstand vor mehr als 800 Jahren. Sein Gründer war eine Reinkarnation von Vajrapani, Gar-Gon Dampa Chödingpa, der erste Schüler von Kyobpa Jigten Sumgön, dem Gründer der Drikung Kagyü Linie. Er reinkarnierte sich weiterhin innerhalb der Drikung Kagyü Linie bis zur dritten Reinkarnation des Gar Dampa Shidingpa. Dieser inkarnierte seine drei Qualitäten des Körpers, der Sprache und des Geistes durch die drei Rinpoches: Migyur Rinpoche, Garchen Rinpoche und Namrol Rinpoche. Nachfolgend übertrugen die Reinkarnationen dieser drei Rinpoches im Kloster Gar-Gon seit Generationen die religiösen Ursprünge vom Meister auf den Sch üler.

S.H. Drikung Kyabgön mit S.E. Garchen Rinpoche und S.E. Namrol Rinpoche Der achte Namrol Rinpoche wurde 1972 in den über 4000 m hohen Schneebergen in Baisha im Land Nangchen (der chinesichen Provinz Chinghai) in Ost-Tibet geboren. Er kam an einem Glück verheißenden Tag in diese Welt, um die unzähligen fühlenden Wesen zum Glück zu führen. Er verließ mit fünf Jahren sein Zuhause, um in das Kloster einzutreten. Im Alter von 10 Jahren wurde er als Inkarnation der Sprache einer Inkarnation von Gar Dampa Shidingpa erkannt, der die Inkarnationen des gepriesenen und großen Schülers des Gründers der Drikung Kagyü Tradition war.

Namrol Rinpoche erhielt eine strenge und umfassende Ausbildung, um die Buddhaschaft zu verwirklichen und wurde in viele Lehren der Kagyü- und Nyingma-Tradition eingeweiht. Er beendete sein Studium des Phowa, meisterte die ‘Große Vollendung’ (tib. Dzogchen), wurde in die verschiedenen Schulen eingeführt, lernte Rezitation und Gesang und las tausende Texte. Zur gleichen Zeit machte er sich mit den Vajra-Tänzen, Ritual-Musik, dem Erstellen von Tormas und dem Herrichten des Altars vertraut. Gegenwärtig ist er Abt des Gar-Klosters für buddhistische Studien und leitet das “Mahamudra Five Paths Buddhist Institution ” in Taiwan.

S.E. Namrol Rinpoche S.E. Namrol Rinpoche glaubt, dass es nur einen wahren Weg gibt, um sich selbst vor Leid zu schützen, nämlich viel [über den] Dharma zu lernen. In diesem Vorgang der Selbst-Entwicklung folgt er dem tantrischen Pfad des großen heiligen Milarepa, der sein großer und inspirierender Lehrer war. Im Alter zwischen achtzehn und zweiundzwanzig Jahren begab er sich auf die über 4000 m hohen Scheeberge in ein Gebiet, das nur von wilden Wölfen bewohnt ist, um dort Milarepa nachzueifern. Ursprünglich sollte ein Lama aus dem Kloster Namrol Rinpoche begleiten und für ihn sorgen, aber Namrol Rinpoche sagte zu ihm, er solle in das Kloster zurückkehren. Rinpoche war also ganz auf sich allein gestellt. Jeden Tag aß er etwas Reisbrei, den er für die ganze Woche kochte. Um seinen Körper und Geist zu zähmen schlief er drei Jahre lang nicht unter seiner Bettdecke. Am Abend las er beim Schein einer Kohlenlampe und nachts schlief er an eine Wand gelehnt.

Eines Tages sah er undeutlich im Schnee die zukünftige Gar-Gon Klosterschule mit dreitausend Lamas, die fleißig Sutras rezitierten. Seit diesem Tag verließ ihn diese Vision nicht mehr, wenn er Sutras las und praktizierte und er zeichnete das Kloster viele Male. Je mehr Schwierigkeiten er auf sich nahm, die kostbare Lehre Buddhas zu studieren, um so stärker wurde sein Wunsch, eine solche Universität in den Schneebergen Wirklichkeit werden zu lassen, damit all die Lamas, ebenso wie die Bewohner der Hochebene Tibets und Menschen aus allen Teilen der Welt eine gleiche fundierte Ausbildung wie er erhalten k önnten.

So entstand die Idee eines Instituts für buddhistische Studien im Kloster von Gar. Diese wurde mit der Zeit immer stärker und Rinpoche nahm innerlich ein Gelübde, dass er alles tun wird, um diese Vision zu verwirklichen, nachdem er seine Studien abgeschlossen haben würde. Er selbst nannte diese Vision ein “Projekt der Hoffnung”. Er wollte noch mehr wohlwollende Menschen suchen, die dieses Vorhaben unterstützen, so dass sie auf diese Weise zu ihrem eigenen Nutzen positive Anlagen entwickeln, die die eigene Armut durch die Übung des Gebens überwindet.

Nachdem Rinpoche seine Studien abgeschlossen hatte, traf er einen Lehrer, der ihm versicherte, dass seine Hoffungen sich in diesem Leben erfüllen würden. Auch die Dharma-Schützer würden ihm bei der Umsetzung dieser Idee helfen und auch die Förderer dieses Projektes unter ihren Schutz nehmen. Der Lehrer prophezeite weiterhin, dass er, um dieses Ziel zu erreichen, mit Menschen aus einem fernen Land zusammenarbeiten werde.

Dies wurde ebenso von dem Oberhaupt der Drikung-Linie vorausgesagt, der S.E. Namrol Rinpoche 1997 nach Taiwan entsandte, wo er 1998 das “Mahamudra Five Paths Buddhist Institution” gründete und die Entwicklung der Drikung-Zentren in Taiwan stärkte. Im Jahre 2000 reiste Rinpoche nach Tibet, um mit dem Bau des Institutes zu beginnen. So wurde mit Hilfe von vielen F örderern damit begonnen, diese Vision in die Tat umzusetzen.

S.E. Namrol Rinpoche in Aachen Neben dem Projekt der Hoffnung und seinen Aufgaben in den Drikung-Zentren in Taiwan reiste Rinpoche in den vergangenen Jahren in die USA, nach Canada und andere ferne Länder. Im Spätsommer 2002 kam er zum ersten Mal nach Europa, wo er auch einige Drikung-Zentren in Deutschland besuchte. Er beeindruckte durch seine starke Willenskraft, sein großes Mitgefühl und sein Interesse, die Entwicklung des Buddhismus in anderen Kulturen zu f ördern.

Zusammengestellt von Tendzin Chödrön (Elke Tobias) im März 2003{mosimage}

 Aus Rundbrief 2/2003

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S.E. Thritsab Gyabra Rinpoche

Seine Eminenz Thritsab Gyabra Rinpoche ist eine Reinkarnation des zweiten Drikung Kagyü Thronhalters Khenchen Tsultrim Dorje (Gelübde-Vajra, 1154-1120). Khenchen Tsultrim Dorje wurde in jungen Jahren ordiniert und reiste im Alter von 64 Jahren zum Kloster Drikung Thil in Tibet, um dort dem Ehrwürdigen Jigten Sumgön seine Verehrung zu erweisen. Während seines Treffens erfüllte ihn sofort eine sehr starke Verbindung mit Jigten Sumgön. Von dieser Zeit an blieb er immer an seiner Seite und erhielt von ihm die wichtigsten Lehren der Drikung-Linie.

In der Geschichte der Drikung Kagyü Linie gehört S.E. Tritsab Gyabra Rinpoche zu den Lehrern, die die größten Beiträge zur Entwicklung der Linie erbracht haben. Die letzte Reinkarnation von S.E. Tritsab Gyabra Rinpoches war Gyabra Thubten (1921-1979), der Herzensschüler von S.H. Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche und S.H. Drikung Kyabgön Chungtsang Rinpoche dieser Zeit. Nach dem Tod der beiden Heiligkeiten wurde er zum amtierenden Oberhaupt der Drikung Kagyü Linie des Tibetischen Buddhismus. Nachdem die Reinkarnationen der beiden gegenwärtigen Heiligkeiten erkannt worden waren, übernahm er die Verantwortung für ihre Ausbildung. Tritsab Rinpoche übertrug alle Dharma-Belehrungen, Einweihungen und Methoden der Drikung Kagyü Linie an die beiden Heiligkeiten und andere Lehrer der Drikung-Linie.

Der gegenwärtige Tritsab Rinpoche ist die 7. Reinkarnation und wurde am 10. Februar 1981 in Indien geboren. S.E. Tritsab Rinpoche wurde 1986 von S.H. Drikung Chetsang Rinpoche anerkannt und am 14. Januar 1990 (nach dem tibetischen Kalender) fand die offizielle Inthronisation statt. Dem Vorbild der großen Meister der Vergangenheit folgend, führte er das Drei-Jahres-Retreat in der Zeit von 1996-1999 durch, um die Aufgabe zu übernehmen, allen fühlenden Wesen zu nutzen.

2001 erhielt er die vollen Mönchsgelübde von S.H. Chetsang Rinpoche und anderen Khenpos und Meistern der Linie. Im gleichen Jahr gab S.H. Chetsang Rinpoche bekannt, dass ihn S.E. Tritsab Gyabra Rinpoche in der Zukunft in allen Angelegenheiten der Drikung Kagyü Linie vertreten wird.

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S.E. Garchen Rinpoche

Garchen Rinpoche ist einer der wichtigsten Rinpoches der Drikung-Kagyü-Tradition. Seine Linie kann zu Gardampa Chodengpa, einem Schüler des großen Kyobpa Jigten Sumgön, zurückverfolgt werden. Gardampa Chodengpa war “Lonpa” oder Minister von Songtsen Gampo, dem großen König Tibets. Gardampa Chodengpa wurde 1180 u.Z. geboren, man betrachtete ihn als die Ausstrahlung von Aryadeva Bodhisattva, einem Schüler Nagarjunas. Bei seiner Geburt konnte er einen Stab in der Hand halten, und er rezitierte das Sechs-Silben-Mantra. Seine Mutter hat sich wohl zu sehr gefürchtet, um anderen von den Fähigkeiten ihres Sohnes zu erzählen.

Als Gardampa Chodengpa noch jung war, hörte er von den glorreichen Verwirklichungen des Mahasiddha Kyobpa Jigten Sumgön. Daraufhin beschloß er, sich nach Drikung zu begeben. Dort blieb er und erhielt viele Belehrungen und praktizierte unter der Anweisung seines Guru, Kyobpa Jigten Sumgön. Sehr bald konnte er vollständige Realisation erlangen und wurde zu einem der drei wichtigsten Mahasiddha (Gar, Nyo und Chosum) Kyobpa Jigten Sumgöns. Gardampa zeigte bei zahlreichen Gelegenheiten wundersame Kräfte, und durch seine tiefgründigen Belehrungen weihte er zahlreiche fühlende Wesen in dem Pfad des Dharma ein. Er gründete das Kloster Powo Lung und das Kloster Nangchen Gar in Kham.

Als Gyasa Koncho, die chinesische Prinzessin, nach Tibet kam, brachte sie ein riesiges Mani Khorlo (Gebetsrad) mit sich, das Chökhor Gyanakma genannt wurde. Dieses übergab sie Lonpo Gar, und es wurde dann als Terma (verborgener heiliger Schatz) versteckt. Dieser Terma wurde später von Gardampa Chodengpa aufgespürt. Es heißt, dieses große Mani Khorlo dreht sich Tag und Nacht von alleine, ohne daß es jemand in Bewegung hält.

Dieses besondere Mani Khorlo wurde im Powo Lung Kloster eingeweiht. Später renovierte Gar Tenzin Phuntsog, ein später geborener Lama, das Nangchen Gar Jangchub Chöling Kloster und brachte das Chökhor Gyanakma dorthin, wo es heute noch verehrt werden kann.

Unter den nachfolgenden Inkarnationen von Gardampa Chodengpa wurde Gar Tenpa Gyaltsen zum Regenten Seiner Heiligkeiten, der Drikung Kyabgöns (Linienhalter). In dieser Funktion wirkte er zum Wohl aller Wesen.

Eine andere Inkarnation, Gar Chökyi Nyima, rezitierte das Chakrasamvara-Mantra mehr als 13 Milliarden mal und wurde ein Mahasiddha. Er konnte große Wundertaten vollbringen, wie z.B. das Heilen von Krankheiten, das Verhindern von Kriegen, das Ausrotten von Hunger usw.. Selbst einer von Gar Chökyi Nyimas Schülern, Chime Dorje, erlangte große Siddhis und die Meisterschaft der Praxis des Hitze-Yoga (Tummo-Praxis). Er legte Hand- und Fußabdrücke in einem Stein ab, die heute noch im Kloster zu sehen sind. Er gab viele Belehrungen zum Nutzen aller fühlenden Wesen.

Vom ersten Gar Tenzin Phuntsog bis zum achten Gar Könchog Nyetong Tenpei Nyima, dem heutigen Garchen Rinpoche, sind alle Inkarnationen die höchsten persönlichen Lamas der Nangchen Könige gewesen.

Die Biographie des gegenwärtigen achten Gar Könchog Nyetong Tenpei Nyima Chökyi Palsangye liest sich wie folgt:

Seine Eminenz wurde 1936 in Nangchen Kham geboren. Der König von Nangchen übernahm die persönliche Verantwortung für die Suche nach der Wiedergeburt des siebten Gar Trinley Yönkyab. Rinpoche wurde von Seiner Heiligkeit, dem verstorbenen Drikung Kyabgön Shiwei Lodrö erkannt und inthronisiert.

Im Alter von sieben Jahren wurde Rinpoche nach Lho Miyalgon gebracht, wo man ihm zeremonielle Kleidung und andere Gegenstände darbrachte. Er zeigte auf ein Bild des Gründers der Drikung-Kagyü-Linie, Jigten Sumgön und bewies seine Authentizität, indem er sagte: “Er ist mein Guru”. Dadurch wurden die Leute um ihn sicher, daß dieser die wahre Wiedergeburt ist. Von dieser Zeit an bis zum Alter von 22 Jahren lebte Rinpoche in diesem Kloster und stand ihm vor.

Unter der Anweisung von Chime Dorje erhielt Rinpoche viele Belehrungen. Im Alter von 13 Jahren bekam er die Lehrübertragung der Drikung-Kagyü-Linie von Lho Thupten Nyingpo Rinpoche aus Lho Lunkar Gon. Er erhielt mündliche Überlieferungen, Erläuterungen und Ermächtigungen zu Mahamudra und den Sechs Yogas von Naropa. Er vollendete die Ngöndro-Praxis und ging in ein Drei-Jahres-Retreat.

Kurz vor Beendigung dieses Retreats wurde es durch die politischen Wirren in Tibet unterbrochen. Rinpoche wurde zwanzig Jahre lang in einem Arbeitslager interniert. Im Gefängnis lernte er Khenpo Munsel kennen, einen großen Schüler des berühmten Nyingmapa Khenpos Ngagchung. Von Khenpo Munsel empfing er Dzogchen-Belehrungen und praktizierte heimlich. Khenpo Munsel war angesichts der großen Errungenschaften von Rinpoche beeindruckt und lobte ihn durch die Worte: “Er ist die Ausstrahlung eines Bodhisattva.”

Im Jahr 1979 wurde Seine Eminenz aus dem Gefängnis entlassen. Seitdem hat er sich um das Wohlergehen seines Klosters gekümmert. Er war stets gütig und liebevoll gegenüber den Armen. Er reichte sämtliche Opferungen, die er bekam, an das Kloster weiter, entschlossen, nichts für sich, seine Verwandtschaft oder Mutter zu gebrauchen.

In den letzten Jahren vor seiner Ausreise aus Tibet hat Garchen Rinpoche die Verantwortung für den Wiederaufbau aller sich in Osttibet befindlichen Drikung-Kagyü-Klöster auf sich genommen, während er gleichzeitig die tiefgründigen Belehrungen der Linie mit ganzem Herzen an andere weitergab. Selbst die chinesischen Behörden sind von seinem Einsatz beeindruckt gewesen. Seine Heiligkeit, Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche erhielt die Ermächtigung und mündliche Übertragung (Lung) des Yamantaka (Jamel Shinje) von Garchen Rinpoche und verfaßte ein Langlebensgebet für ihn. Im diesem Gebet betrachtet Seine Heiligkeit ihn als einen großen Drikung-Kagyü-Yogi der heutigen Zeit.

S.E. Garchen Rinpoche ist sehr rücksichtsvoll und demütig gegenüber allen Wesen, gleichgültig, welcher Position, welchen Alters oder Geschlechts. Mit seinem Rat an Personen, die trinken, rauchen, spielen oder anderen unheilsamen Dingen nachgehen, ist er sehr erfolgreich darin gewesen, ihre Gewohnheiten zu verändern. Von Natur aus vermag er zum Wohle anderer zu arbeiten und genießt in der Öffentlichkeit große Achtung. Seine Eminenz hat nie die Erwartungen seiner Schüler oder anderer enttäuscht. Er ist außergewöhnlich in diesem dunklen Zeitalter der Degeneration.

Diese kurze Lebensbeschreibung wurde vom Schüler Seiner Eminenz, Könchog Toga, Abt von Nyima, unter Rücksprache mit dem jetzigen Garchen Rinpoche zusammengestellt. Sie ist wie ein Tropfen Wasser seiner Fähigkeiten, die einem riesigen Ozean gleichen. Sie wurde am 17. September 1996 fertiggestellt.

Die englische Fassung wurde von den Schülern S.E. Ayang Rinpoches in Japan und Hong Kong vorbereitet und von Rinpoche durchgesehen. Die deutsche Fassung wurde am 12.7.1997 für das Aachener Drikung Zentrum von Nicholas Selo in Berlin erstellt.

 

Aus Rundbrief 2/2001 

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