Shitro – Die friedvollen und kraftvollen Erscheinungen im Bardo

Vortrag, Einweihungen und Unterweisungen im April –

Die überlieferten Traditionen des tibetischen Buddhismus enthalten viele Methoden, um die Kontinuität des Bewusstseins zu erfahren und in den Stadien des Wachseins, des Traumes und jenseits davon, in der anscheinenden Bewusstlosigkeit des Zwischenzustandes (tib. Bardo), den alle Wesen zwischen ihren Leben durchlaufen, aufzuspüren. Neben der Praxis der Bewusstseinsübertragung zum Zeitpunkt des Todes (tib. Phowa) gibt es eine besondere Praxis, die sich mit den 100 friedvollen und kraftvollen (zornvollen) Gottheiten (tib. Shitro) befasst. Der Zyklus dieser Belehrungen ist außerordentlich tiefgründig und enthält einen großen Segen für die Praktizierenden. Um die Praxis auszuführen, ist es notwendig, die entsprechenden Übertragungen des Vajrayana zu erhalten. Diese umfassen die Einweihung (tib. Wang), Texterlaubnis (tib. Lung) und Erklärungen zur Praxis (tib. Tri). Die Übertragungen wurden bisher erst einmal im Jahr 2001 in Aachen gegeben, da sie sehr aufwändig sind und viele Vorbereitungen erfordern.

Wir freuen uns daher sehr, dass in diesem Jahr Ven. Lho Ontul Rinpoche und sein Sohn Ratna Rinpoche vom 28. April bis 1. Mai unser Zentrum besuchen und alle notwendigen Übertragungen erteilen werden, die sich auf die Erscheinungen beziehen, die im Zwischenzustand auftreten (hier geht es zu den Veranstaltungsdetails).
Als Vorbereitung und Einstimmung auf dieses tiefgründige Thema stellen wir in einem Einführungsvortrag am Mittwoch, 11. April, die mit dem Sterbeprozess verbundenen Übungen des tibetischen Buddhismus vor, so dass die Teilnehmer den Übertragungen später besser folgen und diese mit größerem Verständnis nachvollziehen können (mehr Informationen zum Vortrag).