Sind alle Buddhisten Vegetarier?

Buddhistische Haltungen zum Fleischverzehr

Vortrag von Katrin Querl

In der über zweitausendjährigen Geschichte des Buddhismus haben sich verschiedene Haltungen zum Thema Fleischverzehr entwickelt. Während im frühen Buddhismus der Verzehr von Fleisch bis auf wenige Einschränkungen grundsätzlich erlaubt war, sind im Mahāyāna auch Strömungen entstanden, die eine rein vegetarische Ernährung propagierten.

Auch in Tibet gab es eine Reihe von buddhistischen Lehrern, die sich klar gegen den Verzehr von Fleisch positioniert haben. Ein Beispiel hierfür ist Jigten Sumgön (1143-1217), der Gründer der Drikung Kagyü Tradition.

Der Vortrag wird zunächst die historische Entwicklung der buddhistischen Haltungen zum Fleischverzehr nachzeichnen und dann anhand einiger Textstellen die spezielle Sichtweise von Jigten Sumgön zu diesem Thema beleuchten. Anschließend wird es Gelegenheit zu Austausch und Diskussion geben.

Katrin Querl ist Tibetologin, Übersetzerin der tibetischen Sprache und über ihren Lehrer Garchen Rinpoche seit vielen Jahren mit der Drikung Kagyü-Tradition verbunden. Sie lebte sechs Jahre als buddhistische Nonne im Kloster Samtenling in Dehradun, Indien. Zur Zeit promoviert sie an der Universität in Wien.


Wann? - Fr. 15.02.2019 - 19:00 - 20:30

Wo? - Drikung Sherab Migched Ling

Kenntnisse -

Lehrer / ReferentInnen -

Eintritt - Normal: 10€ - Ermäßigt: 7€