Dharma

Skrt., (tib. Chö), “tragen, halten”. Das Wort ‘Dharma’ hat verschiedene Bedeutungen.

Allgemein kann jedes Phänomen als Dharma bezeichnet werden.

Im besonderen versteht man unter Dharma eines der Drei Juwelen – die Lehren des Buddha (Dharma-Juwel). Diese beinhalten die Drei Körbe der Lehre.

Man unterscheidet:

  • verbaler Dharma (Schriften, Pitakas – Worte des Buddha)
  • erkenntnismäßiger Dharma (die Verwirklichungen, die man durch die Praxis nach dem Inhalt dieser Schriften erlangt).

Man soll jede Silbe von Dharma-Schriften als das Dharma-Juwel selbst ansehen, da jedes einzelne Wort die Befreiung oder Buddhaschaft lehrt. Man soll die Lehren als ein Mittel ansehen, das einem hilft, den eigenen Geist besser zu verstehen und zu erkennen, welche Fehler vorhanden sind. Anschließend sollte man sie dazu benutzen, Körper, Rede und Geist von solchen fehlerhaften Verhaltensweisen zu befreien.

Wenn man nicht versteht, daß alle Worte des Buddha auf direkte oder indirekte Weise die Mittel lehren, die zum Erreichen der Buddhaschaft dienen, sondern eine Unterscheidung in gute und schlechte Lehren, in das Große und Kleine Fahrzeug usw. trifft oder Lehren außer acht läßt, in der Annahme, daß dies nicht von einem Bodhisattva geübt zu werden braucht, spricht man von “Verwerfen des Dharma”. Diese Fehler sind schwer zu erkennen, und sie haben eine sehr subtile, negative Wirkung.