Nirvana

Skrt., “Verlöschen”, Zustand der Befreiung aus Samsara.

Im frühen Buddhismus wird es als das Ausscheiden aus dem Kreislauf der Wiedergeburten und Eingehen in eine andere Existenzweise verstanden. Es ist das vollkommene Überwinden der Drei Wurzeln des Unheilsamen (Gier, Haß und Unwissenheit) und das Zurruhekommen der Tatabsichten. Es bedeutet das Freisein von der Bestimmtheit durch Karma. Nirvana ist nicht-bedingt. Seine Kennzeichen sind das Fehlen von Entstehen, Bestehen, Veränderung und Vergehen.

Man unterscheidet zwei Arten von Nirvana:

  • Nirvana mit Überresten, das schon vor dem Tod verwirklicht wird
  • Nirvana ohne Überreste, das nach dem Tod erreicht wird.

Im Mahayana wird Nirvana als die Erfahrung des Einsseins mit dem Absoluten, der Einheit des Samsara mit dem Transzendenten aufgefaßt sowie als Verweilen in der Erfahrung des Absoluten, als Glückseligkeit im Wissen um die eigene Identität mit dem Absoluten und als Freisein von allen Bindungen an Illusionen, Affekte und Begierden. Die Erfahrung der Einheit mit dem Absoluten wird als grenzenlose Erfahrung in allen Erscheinungen erlebt.

(vgl. Drei Erleuchtungsstufen)