Meditation

(Skrt. Bhavana), “Sich-vertraut-machen, gewöhnen” an heilsame Geisteszustände.

Meditationen sind religiöse Übungen, die oft sehr verschieden sind, aber das gleiche Ziel haben – das Bewußtsein in einen Zustand zu versetzen, in dem es zu einer Erfahrung des “Erwachens”, der “Befreiung” oder “Erleuchtung” kommen kann.

Das gemeinsame Kennzeichen aller Meditationsformen ist, daß der Geist des Übenden gesammelt, beruhigt und klar wird wie die Oberfläche eines aufgewühlten Sees, auf dessen Grund man sehen kann, wenn das Wasser ruhig und klar ist. Dies wird, entsprechend den unterschiedlichen Schulungswegen, durch verschiedene Methoden erreicht.

Die beharrliche Übung der Meditation führt zu einem nicht-dualistischen Bewußtseinszustand, der Erkenntnis der Wirklichkeit (Skrt. Mahamudra). Wird diese Erfahrung auf dem Weg der fortgesetzten geistigen Schulung in das tägliche Leben integriert, wird damit schließlich der Zustand erreicht, der als Vollkommene Erleuchtung bezeichnet wird.